Liebe Leser, am 10.04.06 ab 14:00 Uhr findet hier in diesem Blog Live, in Farbe und Stereo, die nächste Blogtalk-Show statt. Der Weltherrscher lädt ein, der nächste Gast ist Thomas Knuewer. Wer ihn nicht kennt, sollte einfach in seinem Blog vorbeischauen…
(Wer Lust und Laune hat den Blogtalk am 10.04. 14:00 Uhr zu besuchen, der sollte diesen Artikel im Auge behalten. Wie das geht? Ganz einfach, diesen Artikel öffnen und ab und zu Aktualisieren (F5). Die Fragen und Antworten werden im Hintergrund gestellt und dann von mir hier eingefügt werden. Meine Untertanen können übrigens in den Kommentaren gerne auch Fragen stellen, quasi aus dem Off, aber schneller und besser, nicht vergessen wir sind im Internet..:-))
Die Talkthemen werden u.a. sein:
- Onlinejournalismus
- Journalismus vs. Bloggerei
- Zukunft der Blogs
- Bloglesungen
- u.v.a…
Blogtalk heute mit Thomas Knüwer ab 14:00 Uhr:
Bloggerator: Ich Grüße meine UntertanInnen und natürlich meinen zehnten Gast Thomas Knüwer. Warum bloggen Sie?
Thomas Knüwer: Weil es Spaß macht. Das ist die condition sine qua non (gleich mal zu Beginn mit dem kleinen Latinum strunzen) fürs Bloggen. Es wird von unserer Chefredaktion noch dazu sehr gern gesehen, deshalb blogge ich für meinen Arbeitgeber und nicht privat.
Bloggerator: Was macht genau Spass beim bloggen?
Thomas Knüwer: Für einen hauptberuflichen Journalisten kann Bloggen eine Befreiung sein. Im Internet lässt sich ein anderer, aggressiverer Stil schreiben als in der Zeitung. Die Themenwahl und die Länge bestimmt der Autor, nicht die Produktionsabteilung. Man kann rumspinnen wie ich das mit der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt mache.
Vor allem aber bekommt man unmittelbar eine Reaktion der Leser. So wie früher, als ich Freier bei den “Westfälischen Nachrichten”, Lokalredaktion Senden war: Wenn man Scheiße geschrieben hat, stand direkt jemand auf der Matte um einem die Meinung ins Gesicht zu sagen. So etwas gibt es bei großen Zeitungen nicht mehr.
Bloggerator: Was ist das Geheimnis ihres Blog-Erfolgs? Ist das purer Zufall oder haben Sie eine Strategie?
Thomas Knüwer: Gott, das klingt ja, als ob ich Bestseller schreiben würde. “Das Geheimnis meines Erfolgs according to Thomas Knüwer”. Wir wollen mal nicht übertreiben… Ich mache das, was all die Blogger machen, die sich einer gewissen Leserschaft erfreuen: schöne Texte schreiben, Diskussionsstoff liefern und selbst mitreden.
Bloggerator: Mehr muss man nicht machen? Ist das auch das “Geheimnis der Bloggerei”?
Thomas Knüwer: Bloggen ist kein Geheimnis. Wenn man an etwas Interesse hat, wird es mit Sicherheit Menschen geben, die ebenfalls daran Interesse haben. Schreibt man darüber einigermaßen lesbar, muss man nur noch die Leute mit den gleichen Interessen darauf aufmerksam machen.
Oder aber man schreibt so außergewöhnlich toll, dass es nicht mehr um das Sujet geht, sondern um den Autor. Letzteres schaffen meist aber nur Frauen.
Bloggerator: Ich kenne die Anfänge des Internets noch sehr gut: Statische Seiten wohin das Auge auch blickte. Da waren Frauen höchstens in Chats anwesend, wobei 99,99% davon sicherlich Männer waren.
Kommen die Frauen erst jetzt, durch die Bloggerei, richtig in Internetfahrt?
Thomas Knüwer: Nein, das würde ich nicht sagen. Natürlich war der Anfang des Internet sehr technisch und Frauen ergreifen eben seltener technische Berufe. Während meines Studiums führte die Uni Münster den Studiengang Wirtschaftsinformatik ein. Ein Bekannter berichtet heute noch gern von der ersten Vorlesung, als der Eintritt jedes weiblichen Wesens ein lautes Tuscheln unter den Mitstudenten auslöste. Es waren drei Frauen, wenn ich mich recht entsinne.
Es gibt aber viele Frauen, die aus Spaß an der Sache gerne schreiben. Bisher taten sie das für sich – denn wo sollten die Texte hin. Das Internet erlaubt jetzt die Veröffentlichung und somit auch eine öffentliche Leserschar. Das ist ohne Frage eine Motivation.
Aber vergessen wir nicht: Weblogs sind nur ein winziger Teil des Internet.
Bloggerator: Eine große Internetfrau (DasNuf) sagte im Blogtalk:”..Das ist auch der Grund warum Thomas Knüwer vom Handelsblatt im Gegensatz zu anderen Journalisten mit dem Bloggen so erfolgreich ist. Er kommentiert, verlinkt und diskutiert…”.
Ich muss ja gestehen, nachdem ich Ihren Blog immer wieder lese, kaufe ich auch gerne eine Zeitung aus ihrem Haus. Ist das Bloggen auch eine PR-Aktion in eigener Sache?
Thomas Knüwer: Aber höchstens PR für mich selbst. Hat mich aber trotzdem noch niemand abgeworben :-)
Hier landen wir bei der beliebten Frage: Was ist PR? Natürlich verschafft mein Blog dem Handelsblatt zumindest Aufmerksamkeit bei Menschen, die uns normalerweise nicht beachten würden. Das tun sie manchmal zu Unrecht, denn das HB ist heute eine wirklich gute Tageszeitung mit Wirtschaftsschwerpunkt geworden.
Aber bei meinem Blog geht es weniger um strategisch geplante Werbung/PR oder um Marketing. Zum Beispiel gab es nie ein Gespräch mit der Chefredaktion darüber, was in meinem Blog passieren soll, oder nicht. Die schärfste Kritik bisher war die Bemerkung unseres Chefredakteurs Bernd Ziesemer: “Sie gehen manchmal aber ganz schön scharf ran, Herr Knüwer.”
Also kurz gesagt: Derzeit sind Weblogs ein Experimentierfeld, bei dem wir schauen wollen, was man damit anstellen kann.
Bloggerator: Sagen Sie ihrem Chef ruhig:”Selbst der Weltherrscher (ich:) lese Ihre Zeitung mittlerweile, weil Sie so ein gutes Blog haben”. :-)
Woher kommt eigentlich der Streit Onlinejournalismus vs. Blogs? Ist das nur, wie Halrald Schmidt sagte:”… Der andere Wahn, der ja jetzt überall gepflegt wird, sind Blogs. Als würden Blogs demnächst die «FAZ», die «Süddeutsche» und den «Spiegel» ablösen. Das ist so ein Journalistengewixe…”, Journalistengewixe?
Thomas Knüwer: Dieser so oft beschworene Streit entsteht nach meiner Meinung aus einem Angst-Minderwertigkeitskomplex-Cocktail.
Journalisten haben Weblogs größtenteils noch gar nicht wahrgenommen, viele wissen nicht einmal, was Blogs sind. Diejenigen, die Blogs registriert haben, zittern gleichmal, weil da eine unbekannte Masse auf sie zurennt, die sie nicht einordnen können. Wer Angst hat, versucht sich aber einzureden, dass schon nichts passieren wird. Und weil nichts passieren wird, sind diese Blogs da draußen doch alle nicht relevant.
Blogger dagegen haben oft einen hohen Respekt vor den alten Medien. Gleichzeitig merken sie aber, dass sie selbst etwas in der Hand haben, was diese alten Medien irgendwie ankratzt. Sie besitzen oft aber nicht den Mut, daraus mehr zu machen. Bücher, zum Beispiel. Oder sich offensiv als Sprachrohr von Verbrauchern engagieren.
Die Fronten sind noch nicht zurechtgerüttelt, deshalb diese Angst vor dem Neuen auf der einen Seite und Angst vor der eigenen Courage auf der anderen.
Was Harald S. betrifft, möge man doch bitte den Ironiefaktor bedenken. Schließlich macht Schmidt einen wirklich netten Podcast und verkauft ihn auch ganz ordentlich.
Was aber stimmt: Die meisten Weblogs fest angestellter Journalisten sind leider grauenhaft langweilig. Für manche von ihnen ist der Begriff “Journalistengewixe” ebenso angebracht wie für weite Teile des deutschen Feuilletons.
Bloggerator: Was ist eigentlich Onlinejournalismus? Ist der Blogtalk auch Onlinejournalismus? Kann ich mich jetzt Onlinejournalist nennen, obwohl ich keiner bin?
Muss die Definition erst noch gefunden werden oder ist sie schon vorhanden?
Thomas Knüwer: Nu wirds aber sehr medientheoretisch hier… :-)
Online-Journalismus ist Journalismus der Online stattfindet. Also ist ein sauber geführtes Interview in einem Weblog Online-Journalismus. Ober der Interviewer sich aber schon Online-Journalist nennen darf, möchte ich bezweifeln: Denn Interviews sind nur eine Form des Journalismus, da müsste schon noch mehr kommen, als nur gelegentliche Fragerunden.
Die Frage des Online-Journalismus ist aber in der Tat eine spannende. Denn Weblogs drehen das redaktionelle Prinzip ja um. Das Handelsblatt hat eine vorgegebenen Menge von Mitarbeitern, die zu einem bestimmten Zeitpunkt eine vorgegebene Menge möglichst guten Materials liefern müssen – eine Zeitung also.
Weblogs bestehen aus einer praktisch unbegrenzten Menge von Menschen ohne Redaktionsschluss und ohne vorgegebene Mengenbegrenzungen (nach unten wie nach oben). Somit kann also ein Weblog mit einem einzelnen Beitrag schlagartig für eine große Menge Leute relevant werden. Siehe Jens Scholz mit der Jung-von-Matt-Klowand-Geschichte. Auch vorher hat Jens gute Sachen geschrieben, er ist aber nicht großartig aufgefallen.
Sollte, darf, kann, muss man Blog-Autoren deshalb Journalisten nennen? Ich glaube, viele von ihnen wollen das gar nicht. Trotzdem wäre es eher interessant, Journalismus in den Zeiten des Internet neu zu definieren, als einen banal gehaltenen Pressekodex auf den Markt zu werfen.
Bloggerator: Wie wird sich das Verhältnis zwischen Journalisten und Verlagen in Zukunft ändern: “Blogge erst, dann reden wir über eine Festanstellung!”?
Thomas Knüwer: Nein, das glaube ich nicht. Bloggen sollte nur, wer Spaß daran hat. Das werden auch Verlage schnell merken.
Aber erweitern wir die Aussage doch um Schreiben für das Internet: Wer auf Dauer glaubt, er könne als Print-Journalist allein für Print schreiben und Online ignorieren, wird ein Problem bekommen.
Bloggerator: Gilt das dann auch für Verlage? Muss man als Verleger auch Blogs führen und natürlich bezahlen?
Thomas Knüwer: Nein, ein Verlag sollte um Gottes willen keine Blogs führen, wenn er nicht die Autoren dazu hat. Weblogs sind schön, sie machen Spaß, aber sie MÜSSEN auf keinen Fall sein.
Vor allem aber verlangen sie eine große Offenheit. Unternehmen/Verlage müssen sich sehr genau selbst befragen müssen, ob sie die Bereitschaft dazu tatsächlich mitbringen. Deshalb stehe ich der angedrohten Burda-Blog-Offensive mit der gleichzeitig angekündigten Blog-Polizei sehr skeptisch gegenüber. Da wird es schnell Backenfutter geben, nicht nur in der kleinen PR-Agentur am Rande der Stadt…
Bloggerator: Ist Offenheit eigentlich DAS Thema der Zukunft? Wir alle sind ja massiv Werbegeschädigt durch im Durchschnitt “schlechte” bis “peinliche” Werbung (“Du bist Deutschland”). Will der Verbraucher vielleicht endlich mehr Offenheit, auch von Unternehmen? Warum bloggen die eigentlich noch immer “kaum”, ausser durch Abmahnungen?
Thomas Knüwer: Offenheit wird nach meiner Meinung in der Tat eines der dominierenden Themen der näheren Zukunft.
Die Menschen haben Zugang zu hoch qualitativen Informationen, wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit. Wer Produkte verkauft, wird schnell merken, dass eine große Masse der Verbraucher in der Lage ist, relativ schnell festzustellen, ob seine Werbeversprechungen, egal ob es um Preis oder Qualität geht, der Realität entsprechen.
Dies wird dazu führen, dass erfolgreiche Unternehmen alte Kaufmannstugenden wiederentdecken werden: Produkt defekt? Natürlich nehmen wir es zurück. Anderswo günstiger? Klar können wir über den Preis reden.
Dieser Prozess wird noch ein wenig Zeit beanspruchen, aber er wird kommen.
Bloggenden Unternehmen allerdings – das sind meist von Unternehmensberatern fehlgeleitete, arme Seelen. Kleine Unternehmen, sicher die können bloggen. Doch wenn im Vorfeld von Bilanzahlen Manager schon keine Interviews geben dürfen, dann können sich auch nicht die Offenheit einbringen, die für das Bloggen nötig wäre.
Bloggerator: Ich versuche ja die ganze Zeit schon, auch mal Unternehmer zu einem Blogtalk einzuladen. Nur leider sind die Antworten immer Negativ.
Ist unsere Gesellschaft durch Blogs und das Internet im Wandel? Kann man das Heute schon erkennen?
Thomas Knüwer: Wollen die Frosta-Leute auch nicht? Von denen würde ich das eigentlich schon erwarten. Ein echter Coup wäre übrigens Jean-Remy von Matt :-)
Wandelt sich unsere Gesellschaft? Durch das Internet: JA! In allen Bereichen, auch wenn wir uns manchmal einfach mal klar machen müssen, dass wir vor zehn Jahren noch ins Reisebüro gehen mussten, um für 400 Mark einen Flug nach Berlin zu buchen.
Durch Weblogs? Nein, das wäre übertrieben. Weblogs sind nur ein winziger, wenn auch sehr schöner Teil des Netzes.
Bloggerator: Frosta? Man ich wusste doch, ich hab da was vergessen.. :-)
Bei Jean-Remy von Matt hatte ich angefragt. Aber leider keine Antwort erhalten. Allerdings habe ich keine direkte Emailaddi von denen. Ich könnte mir durchaus vorstellen, dass die vielleicht an einem Blogtalk teilnehmen würden (Wink mit dem Zaunpfahl: Ich würde gerne, ach was, ich will!:).
Kann man eigentlich behaupten, wie ich es machte, das die Bloggerei auch eine Art von Lobbyismus ist? Erobert sich der Bürger vielleicht ein Stück “Macht” zurück?
Thomas Knüwer: Ja, absolut!
Bloggerator: Wann gibt es die nächste Handelsblatt-Weblog-Lesung?
Thomas Knüwer: Gute Frage, nächste Frage. Wir planen, aber derzeit gibt es noch nichts definitives. Mutmaßlich wird die nächste Lesung allerdings nicht in Düsseldorf stattfinden, sondern in einer anderen großen deutschen Stadt. Welche, wissen wir aber auch noch nicht.
Bloggerator: Sind Bloglesungen ein neues Konzept für Blogger? Mir ist unklar, was bei so einer Bloglesung “passiert”?
Thomas Knüwer: Dann komm beim nächsten Mal vorbei :-)
Eine Blog-Lesung ist nichts anderes als eine Autorenlesung. Die Wahrnehmung von Texten kann sich massiv verändern, wenn man sie vom Autor vorgetragen bekommt. So erklärt sich auch der Erfolg von Buchautorenlesungen. Vor einigen Wochen war ich mehrmals Zuhörer beim Literaturfestival LitCologne - einfach unglaublich: Alles ausverkauft, tolle Stimmung, unterhaltsame Autoren.
Ich frage mich, wann der erste oft gelesene Blogger wagt, von ihm gelesene Texte über Itunes zu verkaufen…
Bloggerator: Sind Bloglesungen auch ein neues Geschäftsmodel für Blogger? Welche Möglichkeiten wird es evtl. in Zukunft für Blogger noch geben?
Thomas Knüwer: Ich glaube nicht, dass in Deutschland ein Weblog für seinen Autor zur Haupteinnahmequelle werden könnte – es sei denn, ein Verlag kauft ihn ein (was sicher auch noch kommen wird).
Freie Blogger aber könnten sicher mehr Geld mit ihrem Hobby machen als bisher, der Spreeblick müht sich in dem Punkt ja bereits: Fanartikel, Lesungen gegen geringes Eintrittsgeld, Itunes-Verkäufe und natürlich irgendwann Bücher.
Das wird kommen – aber es wird noch ein wenig Zeit brauchen.
Bloggerator: Ist Web2.0 nur ein neues Werbewort oder ist das die nächste Generation? Sind Blogger Web2.0?
Thomas Knüwer: Ich konnte Web 2.0 noch nie hören. Eine Marketing-Wort um Kapital einzusammeln. Das meiste, was wir unter dem Dach Web 2.0 präsentiert bekommen, war schon lange da. Nur lässt es sich jetzt leichter nutzen oder es gibt die ausreichende Menge Nutzer, damit es funktioniert.
Web 2.0 – das klingt nach einer neuen Generation. Und das ist Unsinn. Was sich derzeit in Sachen Weblogs, Tags & Co. tut, ist gerade kein großer Sprung sondern das Ergebnis einer Evolution, die von Großunternehmen in den vergangen sechs Jahren verpennt wurde.
Bloggerator: Sollte man trotzdem Aktien kaufen auf denen Web2.0 oder irgendwas mit “Web” steht? Eine kurze Zeitlang kann man damit ja durchaus verdienen…
Thomas Knüwer: Hier greift unsere Redaktionsrestriktion: Das Handelsblatt empfiehlt keine Aktien, ich deshalb auch nicht.
Generell aber sollten die Deutschen sich viel mehr mit Aktien und Fonds als Geldanlage beschäftigen. Und: Internet-Unternehmen sind nicht automatisch auch unseriös nach oben gedrückte Börsenblasen.
Bloggerator: Ach schade, ich dachte ich würd jetzt mal direkt aus erster Hand.. :-)
Wir sind gute zwei Stunden dabei. Ich bedanke mich bei Ihnen. Zum Schluss noch: Würden Sie Blogtalk empfehlen oder sollte ich eher damit aufhören (diese Frage stelle ich Heute übrigens zum letzten Mal. Vorgenommen hatte ich mir, diese Frage max. zehn Mal zu stellen:-)?
Und viel wichtiger: Gibt es in naher Zukunft auch noch echte gedruckte Zeitungen?
Thomas Knüwer: Ich finde Blogtalk ist ein sehr schönes Format, vor allem weil es nicht hektisch hin und her geht, sondern einem Zeit für das Nachdenken über die Antworten lässt – hat viel Spaß gemacht!
Ja, vorerst wird es auch weiter gedruckte Zeitungen und Zeitschriften geben. Solange das Lesen von PDAs, Handys oder Laptops auf der Toilette keinen Spaß macht und sich Fische nicht ordentlich in Ipods einwickeln lassen, gibt es keine Alternative.
Aber, hey, moment mal…. Was ist mit der Frage “Die Welt ist scheiße – Frage oder Aussage”? Die will ich auch gestellt bekommen!!!!!
Bloggerator: Verdammt das ich das noch erleben darf *träne rausdrück*. Endlich will die Frage Jemand beantworten…*heul* :-)
Ist die Welt Scheisse?
Thomas Knüwer: Nein. Die Welt ist schön. Erst recht, seit gestern…
[...] Und dabei wird über diese Themen gebloggt, was sich auch speziell für meine Bachelorarbeit als ein interessantes “mal reinlesen und schauen was passiert” anbietet: [...]
[...] Den ganzen Blogtalk gibts hier. [...]
manueller Trackback von mir (guter Hinweis bzgl. Blogtalk und Browser):
“…Gerne betrachte ich einen Blogtalk, so wie den mit Thomas Knüwer. Zulesen macht Spaß (nicht nur Bloggen macht Spaß!).
Nervig könnte das ständige Aktualisieren der Browserseite sein. Wenn da nicht dieser knuffelige Browser namens Firefox wäre. Für den gibt es nämlich jede Menge Erweiterungen. Eine davon ist die – ganz besonders für so einen Blogtalk – nützliche ReloadEvery.
Bei Bedarf weise ich damit den Firefox an, eine Seite alle X Sekunden neu zu laden. Macht Spaß :-)…”
von der Seite INJELEA
Vielleicht würde ein wenig “AJAX” dabei helfen? Auf digg.com gibt es ja diesen “spy”, der andauernd frische News (also hier einfach neue Absätze bzw. Updates) in die Seite integriert… wenn es soetwas für “live wordpress” Events geben würde….
ajax ist doch reinmachzeugs oder? :-)
Für’s Klo, ja… aber auch für Klowände ;P
Sogesehen triffst Du den Nagel auf den Kopf!
ich bin weder im putzen noch im programmeinbindenunddannblödgucken gut :-)
was kann man denn nun mit ajax machen? und wie vor allem? ich hätte ja gerne ein blogtalk-tool, aber bis dahin muss es der manuelle weg sein. geht ja auch so.. :-)
aber ajax liest man ja heute überall. das wird sicherlich web2.0 sein oder?
Super Interview! Gute Fragen, sehr gute Antworten. Vor allem schreibt Thomas ja wohl schnell wie der Teufel – ein geübter Blogger eben. Meine Gesprächspartner bei http://www.turi2.de brauchen schon mal ne Viertelstunde für eine Antwort. Da kommt in anderthalb Stunden längst nicht so viel raus wie bei Euch beiden. Lustig war’s allerdings schonmit Tom Kerschke, dem Chefredakteur von Bunte online.
Ich habe Eurem prima Interview ein paar Zeilen gewidmet:
ajax ist ein mix aus XML und noch irgendwas anderem (ich glaub javascript). ich hab hier irgendwo einen artikel liegen, aber den finde ich gerade nicht, weil meine 2500 seitige arbeit “was ist web 2.0?” überall im zimmer verteilt ist ;)
@peter turi:
DIE WELT IST SCHEISSE, DIE WELT IST SCHEISSE, DIE WELT IST SCHEISSE, DIE WELT IST SCHEISSE :-)
ist doch reine ironie. das können sie ruhig aussprechen, da lächelt man höchstens einmal.
morgens trinke ich übrigens meinen kaffee immer aus einer tasse, da steht auch drauf “Die Welt ist Scheisse”.
das ist wie ein kick am morgen dann zu sagen: “von wegen!”
danke für die blumen!
@farlion:
2500 seiten arbeit? oh ha… hört sich auch schon nach web3.0, web4.0 und webx.0 an oder?
[...]
(solcherlei inhalte möchte ich bitte erstens mit angabe der zitatstelle haben und zweitens sicherlich nicht von einem anonymen kommentator! bis dahin ist der kommentar von mir gelöscht.
gruß
weltherrscher)