Liebe Leser, am 19.04.06 ab 20:00 Uhr findet hier in diesem Blog Live, in Farbe und Stereo, wieder eine Blogtalk-Show statt. Der Weltherrscher lädt ein, der nächste Gast ist Anke Gröner. Wer sie nicht kennt, sollte einfach in ihrem Blog vorbeischauen…
Wer Lust und Laune hat den Blogtalk am 19.04. ab 20:00 Uhr zu besuchen, der sollte diesen Artikel im Auge behalten. Wie das geht? Ganz einfach, diesen Artikel öffnen und ab und zu Aktualisieren (F5). Die Fragen und Antworten werden im Hintergrund gestellt und dann von mir hier eingefügt werden. Meine Untertanen können übrigens in den Kommentaren gerne auch Fragen stellen, quasi aus dem Off, aber schneller und besser, nicht vergessen wir sind im Internet..:-))
Die Talkthemen werden u.a. sein:
- Filme
- Blogs
- Schauspieler
- Hollywood
- Bollywood
- u.v.a.
Blogtalk heute mit Anke Gröner ab 20:00 Uhr:
Bloggerator: Ich Grüße meine UntertanInnen und natürlich meinen nächsten Gast Anke Groener.
Wie bist du zum Bloggen gekommen?
Anke Gröner: Tag, Weltherrscher.
Mein erstes “Blog” waren Filmkritiken, die ich für meine Kollegen in meiner damaligen Agentur geschrieben habe. Da ich keine Lust mehr hatte, fünf Leuten nacheinander zu erzählen, wie doof zum Beispiel “Pearl Harbor” war, hab ich’s aufgeschrieben und per Mail rumgeschickt. Und da mir das auch irgendwann zu nervig wurde, hab ich mich daran erinnert, mir doch irgendwann mal eine Domain auf meinen Namen gesichert zu haben. Da hab ich dann liebevoll mit dem Netscape Composer eine Seite gebastelt und die Kritiken dahingepackt. Und eine freundliche Mail an die Kollegen geschrieben, doch ab sofort einfach wöchentlich auf meiner Seite vorbeizuschauen. Daraus ist dann das Blog entstanden. Oder eben das Poesiealbum.
Bloggerator: Was ist Bloggen für Dich? Schon Sucht?
Anke Gröner: Es war sicherlich mal Sucht, auch wenn das Wort ein bisschen zu hoch gegriffen ist. Aber ich hatte durchaus Zeiten, in denen ich mir jeden Tag ums Verrecken irgendwelche Inhalte für das Blog aus den Fingern geklopft habe. Einfach, weil ich davon ausgegangen bin, dass meine Leser das von mir erwarten. Inzwischen bin ich nicht mehr ganz so irre zu glauben, dass a) meine Leser ohne mich nicht leben können und b) ich zu irgendwas verpflichtet bin.
Ich habe etwas mehr Gelassenheit im Umgang mit dem Medium entwickelt. Ich lese nicht mehr so exzessiv Blogs, ich verfolge nicht mehr jede Diskussion, die geführt wird, ich verlinke nicht mehr alles, was mir peripher interessant erscheint. Netterweise scheinen meine Leser das genauso okay zu finden wie meine Täglichschreiberei von früher.
Die Faszination hat vielleicht etwas nachgelassen. Ist, denke ich, normal, dass man nach fast vier Jahren Bloggerei das Gefühl hat, alles schonmal geschrieben oder gelesen zu haben. Jedenfalls hab ich manchmal das Gefühl. Aber nicht immer :-) Sonst könnte ich den Quatsch ja auch sein lassen.
Bloggerator: Du bist ja ein Urgestein der deutschen Bloggerszene. Was für Erfahrungen hast Du in deiner Bloggerzeit sammeln können? Nur Positives?
Anke Gröner: Haha, Urgestein! Ich glaube, Lyssa und Praschl werden auch immer gerne so genannt und finden das genauso beknackt.
Ich habe nicht nur Positives erlebt, aber überwiegend schon. Ich hatte die Chance, mit dem Bloggen anzufangen, als es noch nicht ganz so viele Schreiber waren wie heute, was es vielleicht einfacher gemacht hat, wahrgenommen zu werden. Ich war im Blogs!-Buch vertreten, worauf ich ganz protzig stolz bin, weil ich es cool finde, ein Buch im Regal zu haben, auf dem mein Name steht. Ich durfte vor Publikum meine Texte vorlesen, was auf jeden Fall eine grandiose Erfahrung war, mir aber auch gezeigt hat, dass ich das lieber lassen sollte (ich nuschele und war scheiße nervös).
Das wiegt die negativen Erfahrungen auf jeden Fall auf. Die wären: zu merken, dass man im Netz eben doch nicht so diskutiert als ob einem jemand leibhaftig gegenübersteht (Stichworte Tonfall und Anonymität) und dass es auch im Netz ne Menge Verrückte gibt, denen man weiträumig ausweichen sollte.
Bloggerator: Ist das schon Blogstalking?
Anke Gröner: Ich hab’s so empfunden, ja. Aber da bin ich leider nicht die einzige. Ich kenne viele weibliche Blogger, die mal Deppen in der Mailbox hatten, die ein nettes Wort mit einem Heiratsantrag verwechselt haben und sich im Folgenden nicht mehr entscheiden konnten, ob sie einen nun großartig oder total doof finden sollten. Aber auf jeden Fall haben sie’s uns/mir diverse Male mitgeteilt. Spacken.
Bloggerator: Warum hast Du die Kommentare bei Dir abgeschaltet, war es eine Folge der Spackerei?
Anke Gröner: Nö, wegen der Spacken in der Mailbox hab ich die Kommentare nicht abgestellt. Ich hatte bei mir im Weblog schonmal ausführlich beschrieben, warum ich im Moment keine Kommentare mehr haben mag. Die Kurzfassung des verlinkten Eintrags: Seit ich mir im Vorfeld keine Gedanken mehr darüber machen muss, wie das Publikum reagiert, schreibe ich wieder befreiter und lieber.
Jens, ich glaube schon, dass der Großteil der Kommentare positiver Natur war. Aber unter viele meiner Einträge wollte ich gar nichts Ergänzendes mehr haben, weder von mir (sonst hätte ich es in den Eintrag geschrieben) noch von anderen. Daher fehlen mir die Kommentare nicht so waaahnsinnig. Ein bisschen schon, klar, weil ich sie eben so lange hatte. Aber es lebt und schreibt sich wirklich, wirklich entspannter.
Ich möchte die nutzlose Diskussion um “Kommentare löschen oder nicht löschen” auch gar nicht wieder aufleben lassen. Jeder hat halt seine Schmerzgrenze — wahrscheinlich ist meine eben verdammt niedrig. So what? Gibt doch noch genug andere Seiten, auf denen man ungestört rumpöbeln kann.
(Danke für das Lob, nebenbei.)
Bloggerator: Du hast natürlich Recht, wechseln wir das Thema.
Hast Du einen Lieblingsfilm?
Anke Gröner: Ich hab früher einmal im Monat eine Top-10-Liste aufgestellt mit meinen derzeitigen Lieblingsfilmen (und “früher” heißt: als ich noch in ein Tagebuch aus Papier geschrieben habe und auf derartige Partyfragen vorbereitet sein musste). Das mache ich nicht mehr, aber ich erinnere mich, dass “One, Two, Three” von Billy Wilder immer ganz oben dabei war (sowieso Wilder). “Toy Story” ist auch einer von den Filmen, die ich immer wieder gucken kann. So ziemlich alles von Kevin Smith. “American Beauty” hat eine besondere Bedeutung für mich. Und ich muss zugeben, dass ich für “Flatliners” 30 Mal Eintritt bezahlt habe.
Mein Filmgeschmack ist fürchterlich mainstreamig, sehr, sehr amerikanisch und garantiert nicht filmhochschulreif. Aber ich arbeite daran. Bis ich 40 bin, will ich was mit Truffaut und Fassbinder anfangen können. Ist wie mit der Literatur in der Schule. Den Pflichtkram muss man irgendwann mal erledigen. Immerhin hab ich “Citizen Kane” schon gesehen.
Frau Klugscheißer, kommt immer drauf an, wer fragt :-) Was hätten Sie denn gerne mal besprochen?
(Kommt öfter vor, ja. Meist wird nach alten Filmen gefragt, die ich gesehen, aber nicht besprochen habe, weil sie vor meinen Weblogzeiten waren. Ich weiß auch nicht, wer unbedingt noch eine Kritik zu “Pulp Fiction” braucht.)
Bloggerator: Gab es auch schon Stress mit Filmfirmen?
Anke Gröner: Nee, warum auch? Ich glaube nicht, dass es Universal oder Columbia interessiert, was eine kleine Bloggerin so von sich gibt. Andererseits wurde ich schon zu Pressevorführungen eingeladen worden. Aber die lagen bis jetzt grundsätzlich in meinen normalen Arbeitszeiten, und da hat der Job dann doch Vorrang vor der Blogbespaßung.
Ich hatte auch schon Anfragen, ob ich DVD-Kritiken für Geld schreiben würde, aber das wäre ja quasi das gleiche wie meine normale Arbeit, wo jemand anders darüber entscheidet, was von meinen Texten gut ist und was nicht. Im Blog kann ich Grützfilme in den Himmel loben, weil ich halt geheult hab (und ich heule gerne bei Filmen), und Filmkunst verdammen, weil ich eingeschlafen bin. Subjektivität macht Spaß. Ausnahmsweise mal mehr als Geld.
Bloggerator: In den Kommentaren fragt Fabi:” Hm, eins fällt mir noch ein, war es nicht total verrückt, die Oskarnacht 2006 live zu verfolgen?? ”
Anke Gröner: WAS IST DENN DARAN VERRÜCKT, BIS SECHS UHR FRÜH … na gut, ich weiß, ich weiß. In meinem Regal stapeln sich die Videokassetten mit Oscar- und Globes-Verleihungen von 1990 bis heute, insofern denke ich gar nicht darüber nach, diese Veranstaltungen NICHT zu gucken :-)
Ich mag den ganzen Glamour-Quatsch halt gern. Ich guck mir gerne magere Schauspielerinnen in wunderschönen Roben an (noch lieber allerdings in geschmacklosem Flitter), ich schmachte gerne Schauspieler an und heirate sie in Gedanken, ich übe die Oscar-Dankesrede für das beste Drehbuch mit der Haarspraydose vor dem Spiegel, ich liebe Gofugyourself, ich lese gerne die Bunte … ich nehme an, damit hat sich die Frage erledigt.
Frau Klugscheißer, “12 Monkeys” fand ich sehr nett, “Fight Club” nicht so gut wie “Seven” und sowieso nicht so gut wie das Buch, weil ich Helena Bonham Carter grandios danebenbesetzt fand, und “Nine Lives” … äh, lief der hier schon? Muss völlig an mir vorbeigegangen sein.
Hendrik, die Shirt-Idee hab ich ganz schamlos von Freakshow geklaut (finde ich direkten Link grad nicht). Aber im Spreadshirt-Shop ist das Ding zu haben. Ansonsten würde ich es etwas … befremdlich finden, wenn irgendwer mit meiner URL auf dem Shirt rumläuft …
Bloggerator: Leider gehöre ich auch zu dem besonderen Personenkreis, der Frauen eigentlich nur bedingt versteht. Du bist als Schreibprofi natürlich eine Ausnahme. Aber der Rest? Könntest Du mir erklären, wie man den großen Rest der Frauen besser verstehen könnte? So ein paar Tipps?
Anke Gröner: (Kleiner Hinweis für die Mitlesenden: Eben fragte der Weltherrscher, ob er auch eine Frage mit etwas mehr Humor stellen dürfte.)
DAS NENNST DU HUMOR? :-)
Frag mich doch gleich nach dem Sinn des Lebens! Ich versteh mich doch selbst kaum, vor allem, wenn PMS da ist oder der Besuch der roten Dame (ich hab neulich mal alle Metaphern für “Menstruation” gesammelt, weiß nicht mehr, warum), woher soll ich dann wissen, wie der Rest meines Geschlechts funktioniert? Ich sach ma: Macht einfach, was wir von euch wollen, und dann müsste eigentlich alles total schnafte gehen.
(sagte die Frau, die sich gestern mit dem Kerl in der Wolle hatte und nach einer Stunde Streitgespräch nicht mehr wusste, worum’s eigentlich ging)
Bloggerator: Metapher für “Menstruation”? Heißt das so in etwa:” Männer, es gibt harte Zeiten in denen DARF es keine Widerworte geben!”? Sind Blogs der erste Weg zum endgültigen Verständnis der Frauen, denn jetzt können wir Männer endlich Beweise für das gesagte, geschriebene Vorlegen?
Anke Gröner: Widerworte könnt ihr geben, soviel ihr wollt. Fragt sich, wie wir drauf reagieren. Wenn ich mal von mir und meinem hormongeplagten Körper und Hirn ausgehe, gebe ich mir in den angesprochenen harten Zeiten schon selbst genug Widerworte und widerspreche mir alle fünf Sekunden.
Ich habe eine Zeitlang ein Post-it am Rechner gehabt: “Bist du grad am Menstruieren, solltest du nicht kommentieren.” Denn ich bin ein labiles, weinerliches Wrack, wenn ich blute — also noch mehr als sonst –, weswegen ich soziale Interaktion lieber meiden sollte. Aber wie sagte eine alte Freundin von mir mal (frei nach Erich Kästner): Es gibt nichts Gutes außer man blutet.
(Dieses Gespräch nimmt eine seltsame Wendung.)
Bloggerator: Ich liebe ja “American Psycho” ein großartiger und kranker Film. Wie hat er Dir gefallen?
Anke Gröner: Erstmal zu Stefan: So oft schreibe ich doch gar nicht über den Herrn Wagner :-) Ich glaube nicht, dass ich ein Opernblog schreiben wollen würde, dafür raffe ich mich auch zu selten auf. Hier in Hamburg grad mal den ollen Don Giovanni gesehen und sonst nix. Insofern wirst du Opernberichte wohl eher woanders suchen müssen. Hat vielleicht irgendwer einen Blogtipp parat? Interessiert mich jetzt auch.
“American Psycho” ist eins meiner Lieblingsbücher. Ich hab es fünfmal angefangen und fünfmal in die Ecke geschmissen, immer wann eine neue Ekelhaftigkeit auftauchte. Eine Zeitlang hatte ich es im Kleiderschrank eingeschlossen, weil es mir Angst gemacht hat. Aber ich musste, verdammt nochmal wissen, wie es ausgeht und deswegen habe ich mich durchgequält. Und es inzwischen mehrmals gelesen.
Der Film konnte dem Buch nicht gerecht werden, weil das ganze Blut ja höchstens angedeutet werden konnte. Und wenn Christian “Oberschnuckel” Bale mit der Axt in der Gegend rumfuchtelt, fand ich das eher lustig als furchteinflößend. Ich denke, der Film hat die Essenz des Buchs halbwegs gut hingekriegt (sinnloses Morden, Blutrausch als Hobby), aber ich fand die Jacketkronen von Bale beängstigender als den Rest des Films. Deswegen war ich nicht ganz so begeistert, obwohl ich den Machern Respekt dafür zolle, sich dem Stoff überhaupt gewidmet zu haben.
Bloggerator: Was hälst Du von Bollywood? Hat uns da wirklich eine Welle erwischt?
Anke Gröner: Franziska, ich will es schon die ganze Zeit sagen, vergesse es aber immer. Ich meine, hey, ich muss hier zwei Tabs offenlassen und lesen und antworten und überhaupt und Multitasking kann ich nur bei lesen, essen, fernsehen und telefonieren gleichzeitig :-)
(Könnte mein Name bitte überall mit “ö” geschrieben werden? Danke.)
Die Antwort auf die Frage wird ganz kurz: Ich hab noch nie einen Bollywoodfilm gesehen und es auch nicht vor. Die Trailer auf RTL 2 reichen.
Bloggerator: Schon geändert.
Ist die Welt Scheisse (TM)?
Anke Gröner: Nein, die Welt ist scheiße.
Bloggerator: Einfach so? Jetzt bin ich aber Überrascht. Warum?
Anke Gröner: Ach so, war das eine ernsthafte Frage? Nein, ich mag “die Welt” eigentlich ziemlich gerne. Aber ich war auch noch nie woanders. (Ich wollte eben nur auf das falsche Doppel-S hinweisen.)
Bloggerator: Würdest Du gerne selbst in Filmen mitspielen?
Anke Gröner: Nach meinen ernüchternden Erfahrungen im Schultheater (Bertolt Brechts “Furcht und Elend des Dritten Reiches” hat noch nie so viele Lacher gehabt) kann ich mit Fug und Recht behaupten, komplett untalentiert für die Schauspielkunst zu sein. Aber ich würde sehr gerne mal hinter den Kulissen rumwuseln. Diverse Exposes für Filme und Serien lagen oder liegen bei mir in der Schublade oder in Schubladen irgendwelcher RTL-Redakteure oder Filmhochschulen. Ist bis jetzt aber noch nix draus geworden. Werbetexten ist aber auch ganz nett als day job. Ein paar Jahre geb ich mir noch in der Agenturwelt und dann mach ich notfalls den 40jährigen Prakti, der den Soapstars Kaffee kocht.
Bloggerator: Woher kommt die Faszination für Filme?
Anke Gröner: Die Antwort wird wieder etwas ernster: Ich hab Filme schon immer als kalkulierte Realitätsflucht angesehen. Wenn ich ins Kino gehe, dann lasse ich die Welt absolut vor der Tür. (Außer wenn der Film doof ist, dann formuliere ich im Kopf schon den Verriss fürs Weblog vor.) Aber normalerweise will ich eben ganz bewusst für zwei Stunden nicht an mich und meine “shortcomings” denken, sondern mich in einer Welt verlieren, in der nach zwei Stunden alle Probleme gelöst sind.
Und so lustig das jetzt ist, zuzugeben, 30 Mal Geld für “Flatliners” ausgegeben zu haben — damals war das meine Rettung. 30 Mal Menschen um mich herum zu haben, die genau das gemacht haben, was ich von ihnen erwartet habe, die mich nicht enttäuscht haben, die für mich da waren.
Ich weiß, dass sich das nach völligem Psychoquatsch anhört, aber Filme waren für mich damals mehr als bloß bunte Bilder. Heute bin ich natürlich erwachsen und groß und gefestigt und blah; heute hab ich eine Beziehung und Freunde und kann mir eine gute Wohngegend leisten und fühl mich mit mir und der Welt sehr wohl, aber das war eben nicht immer so. Und immer wenn’s mir damals schlecht gegangen ist, bin ich eben ins Kino gegangen.
(Das ruiniert jetzt grad total die Stimmung, oder?)
Bloggerator: Nein ganz im Gegenteil. Sind Blogs ehrlicher, als die Realität?
Anke Gröner: Auf keinen Fall. Ich bin nicht “die Anke aus dem Blog”. Ich habe eine Menge mit ihr gemeinsam, aber es gibt so vieles, das ich nicht im Weblog erwähne oder mir sogar verbiete, es zu erwähnen. Ich glaube, jeder Blogger hat eine Blogpersönlichkeit, ob nun bewusst oder unbewusst, oder greift gleich zum Pseudonym (was ich heute übrigens auch machen würde). Deswegen sind Weblogs niemals ehrlicher als die Realität. Ganz im Gegenteil. Sie sind teilweise gefiltert, teilweise überspitzt.
Allerdings: Ich habe schon einige Blogger getroffen, und es war noch keiner dabei, den ich als großartig anders empfunden habe als im Weblog. Oder anders: Wenn ich den- oder diejenige gerne lese, dann hab ich ihn oder sie auch als Person gemocht.
Bloggerator: So wir sind jetzt drei Stunden dabei, ich Bedanke mich bei Dir und natürlich auch bei den anderen Gästen. Zum Schluss noch eine schöne Frage von Jens:”Gibt es Filme, die Du so schlecht findest, daß sie schon wieder gut sind?”
Anke Gröner: Haufenweise :-) Was nicht daran liegt, dass die so schlecht sind, sondern dass der jeweilige Schnuckel du jour mitspielt. Ich empfehle für einen richtig miesen Videoabend, der nur mit viel Alkohol durchzustehen ist, “Raging Angels” mit Sean Patrick Flanery („Sie kennen mich aus Serien wie “The Young Indiana Jones”). Der geht sowas von gar nicht, dass er ziemlich viel Spaß macht. Aber wie gesagt, leider nur unter Drogen. Man beachte den Regisseur: Alan Smithee.
Danke für die Einladung zum Talk. Hat viel Spaß gemacht :-)
[...] Dieses Mal mit Vorankündigung und nicht erst Mittem im Gespräch. Anke Gröner steht dem Weltherrscher Rede und Antwort. Die Themen werden unter anderem sein: Die Talkthemen werden u.a. sein: – Filme – Blogs – Schauspieler – Hollywood – Bollywood – u.v.a. [...]
[...] Heute Abend ab 20 Uhr lädt der Weltherrscher zum zehnten Blogtalk ein. Gast: Anke Groener. Themen: Blogs, Filme, Hollywood. Interaktion der Leser ist ausdrücklich erwünscht. Viel Spaß! [...]
1. Warum hat Anke noch mal die Kommentarfunktion in ihrem Blog ausgeschaltet?
2. Bei Firefox aktualisiert man mit F9
Hm, eins fällt mir noch ein, war es nicht total verrückt, die Oskarnacht 2006 live zu verfolgen??
Ist das nicht diese weinerliche Mimose, die lieber ein Poesiealbum führen sollte, mit weichgezeichneten Wildpferden auf dem Umschlag und die so gar keine Kritik verträgt?
Auch voll töfte, daß hier Kommentare wohl erst moderiert werden, ohne daß darauf ein Hinweis erfolgt.
@zaf
so ist das im leben. dein ton ist aber reichlich unangemessen, finde ich.
@zaf
sei mir nicht böse, aber du bist in diesem blogtlak nicht im mittelpunkt, sondern einzig anke groener.
bitte einfach respektieren!
deine weiteren kommentare lösche ich, wie gerade eben.
Hallo Anke!
Schön, daß man indirekt Dich mal wieder kommentieren kann. Gerade Deine Filmbeschreibungen finde ich super – so gut, daß ich inzwischen gerne vorher bei Dir mit was zu einem Film durchlese als wo anders im Web.
Nur schade, daß man nicht bei Dir direkt kommentieren kann – aber gewisse Elemente hier zeigen ja quasi gleich schon warum. Kann man solche nicht via Spam Karma oder so aussperren, denn insgesamt denke ich mal, werden die Kommentare eher positiv als negativ gewesen sein, oder?
Hallo Anke,
weil ich ja immer mal im Filmkritikarchiv bei Dir stöbere und den ein oder anderen Film da nicht gefunden habe, hier vorab die Frage, ob es sehr nervt, wenn Du Anfragen über (noch) nicht von Dir besprochene Filme bekommst, die Du bitte kommentieren mögest und ob das oft vorkommt.
Danke, Anke – für die Antwort.Thx für die Antwort. :)
Ich kann das natürlich nachvollziehen – aber schade ist es dennoch. Ich meine mich z.B. daran zu erinnern (oder ist das jetzt nur irgendeine subjektiv gefärbte Wunsch-Erinnerung?), daß man z.B. bei den Filmberichten mittels Kommentar einen bestimmten Aspekt ansprechen konnte, der vorher nicht thematisiert wurde. Das fehlt halt jetzt.
Hm, also mich hat erstaunt, in Deinem Archiv nix über Fightclub und Twelve Monkeys zu finden. Die haben´s zumindest bei mir in die Lieblingsliga geschafft [ja, trotz oder auch wegen Brad Pitt].
Und letztens bin ich über Nine Lives von Rodrigo Garcia gestolpert, den ich sagenhaft fand. Und jetzt wünsche ich mir die fachliche Meinung der Kennerin dazu ;-)
[Danke schon mal vorab]
Lyssa hat ja so einen kleinen “Andenken”-Shop (Memorabilia) auf ihrer Seite. Wird es das bei Anke Gröner auch geben? Vuielleicht sogar bald? Es gab doch da mal so ein herrliches Shirt mit der wunderbaren Aufschrift “John, Ringo, George und Anke”! Ganz große Klasse!
hallo anke,
am meisten mochte ich deine texte um das thema r.wagner. wenn dazu noch weiteres käme (auch im weiten sinne wie publikum, kartenpreise, locations) wär toll. mir fehlen da so die mit -hörer.
Der Film “nine lives” ist dann wohl noch nicht bei uns gelaufen. Dann empfehle ich den mal wärmstens ;-)
Kurz nachdem ich den Kommentar abgeschickt habe, las ich die Bemerkung über alte Filme. Shame on me. [Deswegen erwähne ich jetzt auch nicht, dass ich von Flatliners jahrelang Alpträume hatte]. Danke für vergangene und zukünftige Filmbesprechungen!
Warum lässt du den Weltherrscher die ganze Zeit durchgehen, dass er deinen Namen falsch schreibt?
Hallo Weltherrscher, interessantes Gespräch. Ich begrüsse es ausdrücklich, dass Du als Gastgeber die Kommentare filterst. Liebe Grüsse an Euch beide.
waaasss schreibe ich den falsch? doch mit ö? oh mann… das ändere ich gleich noch…
Gibt es Filme, die Du so schlecht findest, daß sie schon wieder gut sind? Mir fallen da z.B. diverse Godzilla-Schinken aus Japan ein oder aber letztens ein Film auf Pro Sieben (“Terror im Weißen Haus”) wo noch nicht einmal eine einzige Werbung drin war – nichtmal die 0190′er…
Wo wir es gerade von Blogs und Ehrlichkeit haben:
Ich find´s toll und beeindruckend, wie ehrlich du manchmal in deinem Weblog bist. Sehr mutig… es gibt so Einiges, das traue ich mich im Web nicht zu sagen. Weiter so und danke dafür!
Etwas verspätet, aber egal. Schönes Gespräch, vielen Dank Euch beide.
Was ergibt 0+10? Als Quersumme selbstverständlich 1.
Die Eins, die gebe ich euch auch.
Daumen hoch. Weiter so.
Mein Lieblingsspruch hier:
Es gibt nichts Gutes außer man blutet.
Soll ja heilig sein, das Blut, Wunder bewirken.
Vielleicht sollten wir gemeinschaftlich dem Bush und so’n paar Die-Welt-ist-Scheiße-Produzenten (sprich Politiker) ins Hirn menstruieren.
Ins Gehirn gesch*** wurde ihnen ja schon.
Also,…
Es gibt nichts Gutes…..