(Gedichte:hier lang.)
Ich bin ja bekennder Makaberhumorinhaber (nein nicht Makaken!) und immer für Überraschungen offen. Heute bekam ich einen Brief, darin eine Karte, auf der steht: “In tiefer Trauer um unsere Freundin Helena Stavros”…
Auf der Karte steht weiterhin ein Gedicht:
Dein Leben ist daHin geschIeden,
durch des Todes starke Hand.
Doch LäuFst du nur vor und bereitest unseren Weg.
Wir werden ewig daran denken,
was geMeinsam uns verband.
Voller Hoffnung auf dIch warten, stehen wiR am letzten Steg.
Ausser einem weiteren Namen “Philipp Rettingshof” steht dort nichts.
Auf dem Umschlag ist meine Adresse geschrieben, von Hand!
Verdammt, wer ist Helena Stavros und Philipp Retingshof?
Verdammt, ich kenn die nicht?
Bekomm ich jetzt eine riesige Erbschaft? Geil!!!!
Aber ne, im Gedicht ist natürlich ein Hinweis versteckt (alle Buchstaben die Großgeschrieben sind):
“Hilf Mir”
Hm? Wir sind ja alle vergoogelt: Die Suche nach Helena Stavros brachte erst mal nichts verwertbares. Die Suche nach Philipp Retingshof hingegen schon:
http://www.philippretingshof.de/
Dort steht in der “Über mich”-Seite:
“…
Über mich
Hallo,
mein Name ist Philipp, aber Freunde nennen mich einfach Phil. Ich wohne und Arbeite in Berlin und bin von Beruf Restaurator in einer kleinen Firma hier in Berlin.
Fragen? Dann schreibt mir an Ich@PhilippRetingshof.de
…”
Auf der Startseite sind weitere Hinweise in den Artikeln versteckt. Bei Denic bekommt man auch noch Hilfe, die Seite ist auf Jemand anderen, eine Person aus Leipzig, registriert.
Und wer sich soooo viel Mühe macht, der wird natürlich auch von mir verlinkt!
Helena Stavros (mal Google etwas auf die Srünge helfen bei dem Namen).
Ich bin nicht der einzige der diesen Brief bekommen hat. Ob da nun viralMarketing, ein neues Actiongame, die Suche nach Platz 1 bei den Blogcharts oder was auch immer hinter steckt, ist mir eigentlich egal: Spannend ist es dennoch und eine hübsch makabere Idee!
Wer verschickt schon Todesanzeigen via Brief, um auf sein Blog Aufmerksam zu machen..*gg*
Über eine Todesanzeige Werbung zu betreiben ist schon recht makaber, auch wenn es sich um eine fiktive Person handeln sollte. Der Schreck ist zuerst da, wenn man so eine Trauerflorkarte sieht.
Ansonsten ist die Idee recht originell.
Liebe Grüsse
Narr
Narr am 8. August, 2006