Was essen?

Hm? Gerade stellte ich mal wieder die Frage, was man eigentlich noch essen sollte? Um Obst und Gemüse mach ich so oder so einen weiten Bogen, denn was man da im besten Fall in die Einkaufstüte bekommt ist beängstigend…

Warum Angst?
Man stell sich mal folgendes vor:
Ein Mensch, ein Freiwilliger, wird einen heißen Sommer lang auf eine Wiese irgendwo in Deutschland gestellt. Jetzt nebelt man den armen Typen Tag für Tag in irgendwelche Pestizide ein. Denn die braucht er, äh, das Obst/Gemüse ja, angeblich, um gut wachsen zu können.
Der Typ bekommt nur Wasser, welches man im selbigen Boden fördert.

Nun frage ich mich, würde es genügen, dass der Typ sich nach der langen “Reifezeit” einfach nur wäscht, um keinerlei Pestizide mehr in oder an sich zu haben?
Genügt es wirklich, Obst und Gemüse “Gut” zu waschen, um jegliche Rückstände loszuwerden?
Oder wird da eine massive Augenwischerei, sowohl vom Hersteller, vom Staat und auch vom Handel betrieben?
Nehmen denn Tomaten keinerlei Wasser aus ihrer Umgebung auf?
Nehmen Äpfel etwa heiliges Wasser zu sich?
Sind Melonen vielleicht Wasserlos?
Ist das gesamte Prinzip der heutigen Agrarwirtschaft evtl. Fehlerhaft?

Kann man was dagegen tun?
Bioprodukte helfen sicherlich, aber mal ehrlich, wer will das bezahlen?
Ein schicker neuer Wagen ist doch vieeeeel besser, oder?

Wenn ich Tomaten sehe, egal wo, dann sehe ich vor allem pralle mit Wasser gefüllte Behälter, die ihren “Durst” eben dort löschen, wo sie, Naturgegeben, verwachsen sind. Waschen reicht da leider nicht aus, es sei denn, man wäscht die den Gulli runter..

Und die spanische Obst -und Gemüseindustrie ist so oder so ein Hohn (“We feed the World”; unbedingt anschauen!).

Man sollte beim Händler um die Ecke anfangen, denn der kann definitv Druck machen, wenn er denn wollte. Einfach ein paar Fragen stellen:” Ist das Obst und Gemüse 100% unbelastet?”, “Welche Kontrollen führen die Händler durch, um eben genau dies sagen zu können?”, “Haben Händler unabhängige Labore, die regelmässig Kontrollen durchführen?”, “Wie wird gehandelt, wenn ein Hersteller bewusst gefährliche Ware verkauft?”, “Wird dann jegliche Zusammenarbeit gekündigt?”…

Der Staat wird hier nicht wirklich weiterhelfen, noch zumindest, denn der hat im Moment größere Baustellen. Aber gerade die Händler, als unabhängige Einkäufer, als Geldgeber gegenüber den Herstellern, kann defintiv was machen. Wir Kunden sollten es dem Händler nur schmackhaft genug machen. Wie? Indem man weiterhin beim ihm einkauft. Es gibt genügend Alternativen, für jegliche Produkte. Wer da als Händler oder Händlerkette versagt, der verliert dann eben zahlende Kundschaft. Das geht ganz schnell! Shell hat sicherlich noch immer Angst vor solchen Szenarien. Der Druck damals war zu spüren, die Shellstationen verwaiste verdorrte Oasen.

Also liebe Händler, Einzelhändler, Händlerketten usw.,

euer Umsatzgewinn ist enorm, ihr spart wo ihr nur könnt, meistens bei den Angestellten, die häufig genug für miese Löhne arbeiten müssen. Das ihr so einen Scheiss verkauft, wie gerade von Greenpeace entdeckt, ist nicht unbedingt eure Schuld. Aber wir Verbraucher fordern jetz einfach, dass eure Produkte in Zukunft in Eigenregie von euch bevor sie in den Laden kommen, besser gerprüft werden. Ihr könnt das durchaus organisieren, Labore gibt es genug, Fachkräfte gibt es genug, ihr müsst ja nicht jede einzelne Tomate überprüfen, aber die Hersteller schon, deren “Versprechen” solltet ihr ständig überprüfen. Denn, für Geld machen die so oder so Alles. Eben auch bescheissen. Am Ende sitzen wir alle im Pestizid-Boot, oder denkt ihr vielleicht, euch kann das nicht passieren, also persönlich? Wo kaufen denn eure Frauen oder Männer ein? Irgendwo im “Superladen”? Wohl kaum! Ihr fresst im Grunde den Mist, den wir auch kaufen müssen. Pestizid-Gemüse oder Obst ist Mist auf tiefstem Niveau.

Und bitte nicht wieder die Mär vom “Aaaaaber das kostet dann ja alles soooooo viel” bringen, diese Debatte ist schlicht unglaubwürdig, denn ihr kauft eben den verseuchten Dreck ein. Ihr müsst euch schützen und natürlich auch uns. Denn wir vertrauen nun mal darauf, dass gerade Obst und Gemüse gesund und eben nicht krank macht. Wenn ihr weiterhin euer eben dieses Vertrauen verspielt, dann verkauft ihr am Ende gar nichts mehr!

Eins der Horroszenarien wäre durchaus, dass schon Morgen eine neue Handelskette in den Markt einsteigt. Mit Mitarbeitern, die gerne verkaufen wollen, weil sie eben “Gut” bezahlt werden, und nicht nur mal eben so. Mit strikt überprüften Waren zu fairen Preisen. Mit nachhaltigen Konzepten, z.B. persönliche Kundenbetreuung, Homeshopping, Bringservice usw. usf.
So eine Kette würde euch “Alten” ganz schön ins straucheln bringen. Ich als Verbraucher schaue eben nicht nur auf die Preise. Das ist eine Mär die gerne erzählt wird. Ich gehe dort einkaufen, wo ich irgendwie Vertrauen aufbauen kann. Natürlich sind die Discounter wie Pilze emporgekommen und haben den Markt massiv durchgerüttelt. Konkurrenz ist immer Gut!
Wenn ihr jetzt auch noch euer Vertrauen verspielt, was bleibt euch dann übrig…

2 comments

  1. Ich denke, ohne ein saftiges Steak muss schon sein. Inkl. aller Zusatzstoffe wie Antibiotika und so, die man auch einfach braucht *fg*

  2. Aber ist es nicht egal was wir essen? Da wir eh durch andere gefährliche äußere Einflüsse sterben? Smog, UV-Strahlung, Frauen am Steuer… ;-)

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