Weiter gehts mit Teil 3 meiner Welterklärungsmaschine. In diesem Teil erkläre ich die Blogosphäre, Blogger, Werbung usw. usf.
Teil 2 (mehr zu WordPress, wie in Teil 1 begonnen) wird verschoben, da ich da erst noch mehr Dinge überprüfen, ein paar Tests laufen muss usw., man sollte gar nicht glauben, wie ungenau die Beschreibungen zu WordPress sind. Da passt einiges überhaupt nicht, sogar auf der WordPress-Handbuch-Seite sind soviele Ungereimtheiten vorhanden, dass ich leider selbst Hand anlegen muss, und die Software eben genaueren Tests unterziehen werde. Da ich gerade nicht so viel Zeit für ausgiebige Testreihen habe, wird der zweite Teil, der eben unter die Haube von WordPress schauen soll, verschoben. Auch für diesen Teil 3 gilt: Es ist nur meine subjektive Sicht der Dinge, auf keinen Fall mehr, aber vielleicht kann es dem einen oder anderen Blog-Anfänger helfen…
(Der Beitrag wird sicherlich länger werden, also wer mehr als 5 Wörter im Internet nicht lesen möchte/kann/will der sollte jetzt unbedingt abschalten. Für die anderen gilt: Wem Teile aus dem Beitrag, oder sogar alles, gefällt, der darf das gerne kopieren und in sein eigenes Blog hängen. Kommerzielle Weiterverarbeitung untersage ich aber. Weiter unten deklariere ich dann auch (im Teil der sich mit der Blogosphäre beschäftigt, wann ein Blog für mich kommerziell ist und wann eben nicht)).
2. Blogs, Blogger, Blogosphäre und die Welt
2.1. Der Weg zum Glück
Blogs sind, ja was sind Blogs eigentlich?
Der Name ist aus Weblog abgeleitet, also so eine Art Tagebuch (Logverzeichnis) im Web. Also: Blog. Der Name Blog bezieht sich im Grunde auf eine rein techn. Sache, eben die Art und Weise, wie man ins Internet reinschreiben kann (mehr dazu unter Teil 1 und Teil 2).
Früher war alles anders und besser und, ne, stimmt ja gar nicht.
Früher musste man als ein ins internetschreibenwollender Mensch, die Motivation ist erst mal egal, sowas wie HTML (Hyper Text Markup Language) irgendwie lernen. Ganz am Anfang aller Dinge im Internet war da eben diese HTML-Sprache zu lernen. HTML ist im Grunde eine recht einfache, aber sehr umfangreiche, Sprache die Browser verstehen können.
Wer etwas im Web hinterlassen wollte, konnte/musste erst mal diese widerliche Sprache irgendwie beherrschen. Ich erinnere mich noch gut daran, wie gähnend langweilig das war. Seiten wurden Homepage genannt (Nachrichtensender nennen es heute auch gerne Heimseiten – Quasi sind wir alle elternlose Vagabunden für diese TV-Sender). Jeder der damals mit HTML-Seiten hantierte, war irgendwann auch ein Leser von Selfhtml. Selfhtml war die Fibel für HTML’er und uns, die wir ins Internet schreiben wollten (Wer sich mal mit dem Umfang von HTML beschäftigen möchte, der darf gerne das Selfhtml-Handbuch auswendig lernen:).
Merke: Wer etwas ins Internet schreiben wollte, der musste selbst unter die Motorhaube sehen und den Motor, der in Einzelteilen vorhanden war (Selfhtml), zusammenbasteln. Viele Web-Junkies gab es nicht am Anfang aller iDinge. Das Web war überschaubar. Die Seiten, weils ja viel Arbeit machte, wurden einmal erstellt und änderten sich dann kaum mehr. Kommunikation mit anderen war bedingt möglich (Emailkommunikation war damals Hipp).
Dann kam der nächste Schritt, ein dynamisches CMS-System (Web Content Management System). Hier musste man zwar immer noch einiges, manchmal sogar sehr vieles, beachten, aber man konnte jetzt plötzlich auch Foren, Benutzerregistrierungen usw. usf. anbieten. Wollte man neue Inhalte veröffentlichen, musste man sich mit HTML und Co. nicht mehr beschäftigen, das CMS-System übernahm diese Arbeit (die wesentlichen HTML-Tags, das sind die Befehle, die ein Browser verstehen und umsetzen kann, waren schon im CMS-System “eingebaut”, man musste sie also nicht mehr selbst schreiben). Dennoch, auch diese Tools benötigten eine gewisse “Reife” im Umgang mit FTP-Programmen, Verzeichnisstrukturen im Internet und die Adminarbeit war auch enorm, die Installation am Anfang alles andere als Trivial, der Pflegeaufwand kostete richtig viel Zeit.
Typische Vertreter: Nuke und Postnuke und natürlich die Forensoftware phpBB.
Merke: Die Webwelt wurde einfacher, dennoch musste man einiges lernen, um mit den Systemen umgehen zu können. HTML sollte man fast wieder vergessen. Jetzt erst konnte man richtig mit anderen Usern (Foren, Kommentare usw.) kommunizieren. Heute sind Foren noch immer ein beliebter Tummelplatz im Internet.
Doch dann ward endlich Licht! Die Blogs kamen unaufhaltsam ins Rollen, zuerst in Amerika, dann auch in Europa und dem Rest der Welt. Blogs bzw. die Blogsoftware verlangte kaum noch richtige Pflegearbeit bzw. eine nervenaufreibende Installation (wie die anderen CMS-Systeme, s.o.). Als Weblaie konnte man sich einfach bei einem Bloganbieter registrieren, und sofort mit den Inhalten (Text) loslegen. Wer etwas mehr Freiheit wollte/will der hat eine Domain und benutzt z.B. WordPress. Die Installation ist ein Kinderspiel, mann muss kaum etwas beachten und der spätere Pflegeaufwand ist auch vernachlässigbar.
Merke: Eigentlich ist erst durch das einfache technische Wissen und den Zeitaufwand, den Blogs verlangen, das Internet richtig ins Rollen gekommen. Man sollte hier natürlich auch bedenken, dass am Anfang kaum einer Zugriff aufs Internet hatte, beide Konstellationen (also die Vereinfachung für die User -z.B.Blogs- und die Zunahme der Webuser insgesamt, führten zum Heute). Blogs sind die einfachste Art, eigene Inhalte ins Web zu stellen UND mit anderen Kommunizieren zu können (Kommentarfunktion, Pingback, Trackback usw.).
Blogger müssen kaum mehr die Technik dahinter verstehen und können sich voll und ganz auf die eigenen Veröffentlichungen und die Kommunikation konzentrieren.
2.2. Der typische Blogger
Gibt es einen typischen Blogger?
Rein technisch gesehen, Ja (die Blogtechnik s.o.), aber von der menschelnden Seite, Nein. Niemand von uns würde behaupten, dass Autofahrer und/oder Bahnfahrer alle irgendwie identisch sind. Das Auto oder die Bahn ist nur ein technischer Aspekt, mehr nicht. Das Vehikel Blog ist im Grunde auch nur eine technische Sache.
Da aber Blogs auch eine Konkurrenz zu etablierten Medien im Internet darstellen (Webhits, also die Zugriffe von Usern auf Seiten, sind bares Werbegeld), versuchen gerade diese klassischen Medien, alle Blogger über einen Kamm zu scheren, was rein sachlich betrachtet völliger Unsinn ist. Daraus entwickelte sich sogar ein Blogger vs. Journalisten bzw. Blogger vs. Presse Streit. Der noch immer andauert. Und auch so lange andauern wird, bis der letzte Chefredakteur, Verleger, Intendant usw. verstanden hat, dass es DEN Blogger nicht gibt.
Man könnte Blogger evtl. so einteilen:
- Jourblogger (Journalisten-Blogger, also bloggende Journalisten).
- Privblogger (Privat-Blogger, keine Journalisten!)
- Werblogger (Werbetreibende-Blogger, Blogger die gerne Geld mit ihrem Blog verdienen wollen, siehe dazu auch weiter unten)
- Corblogger (Corporate-Blogger, Blogger die im Auftrag oder für eine Firma bloggen)
- Splogger (Spam-Blogger, es ist noch unklar, was die eigentlich erreichen wollen, evtl. gehts da nur um Linkgeschichten, siehe SEO-Blogger).
- Seoblogger (SEO-Blogger, Search Engine Optimization, Suchmaschinenoptimierer. Es gibt einige Tricks, um sein Suchmaschinenranking zu verbessern. Blogs sind, z.B. bei Google, gerne gesehen, da sie eben auch häufig Inhalte zu den Suchbegriffen liefern).
- Litblogger (Literatur-Blogger, da gibt es einige Schätze zu finden, ein gutes Beispiel: 500Beine).
- Mublogger (Musik-Blogger, Blogger die sich hauptsächlich mit Musik, eigene oder fremde, beschäftigen).
- Vidblogger (Video-Blogger).
- Mixblogger (Mix-Blogger, da gibts häufig alles zu finden. Gutes Beispiel: Nerdcore, mein Blog gehört da auch irgendwie rein).
- ToonBlogger (Toon-Blogger, Comicblogs, Cartoon-Zeichner usw., sehr guter Vertreter: Beetlebum).
- Kombinationsblogger (Jourseoprivlitmuvidmixcorwerbblogger.. :-)
- u.v.a.
Merke: Die Klassifizierung sollte man natürlich nicht zu ernst nehmen, aber ist vielleicht hilfreich, irgendwie einen Überblick zu finden. Bedenken sollte man auch, dass es durchaus auch journalistische Privatblogger gibt, die dennoch auch für einen Verlag schreiben, sich vielleicht sogar nur mit Musik oder Videos beschäftigen, und das ganze auf hohem Literatur-Niveau (Jourprivcormuvidlitblogger:). Also, es ist “noch” gar nicht so einfach, die Blogger-Strukturen angemessen zu erfassen. Pauschale Einteilungen, wie es die Presse gerne macht, wenn sie von DEN Bloggern spricht, zeigen nicht im Ansatz, wie die Realität wirklich ist. Man sollte solche Artikel also immer mit der nötigen Kritik sehen.
2.3. Die Blogosphäre
Draussen ist es ruhig, drinnen brodelt es. So könnte man es vielleicht beschreiben, aber irgendwie auch nicht. Es gibt, genauso wenig, wie es DEN Blogger gibt, auch keine DIE Blogosphäre. Dennoch ist der Gattungsbegriff der Blogosphäre sinnvoll, weil er eben in etwa angibt, was gemeint sein könnte. Genau so, wie es den Strassen -oder Bahnverkehr gibt, wird dennoch nicht genau angegeben, was denn eigentlich im speziellen damit gemeint ist (wir kennen das ja, irgendwie ist jede Kreuzung, Ampelanlange irgendwie anders, hat eigene Regeln/Dinge, die zu beachten sind)? Die Blogospäre meint also, die Dinge die sich innerhalb oder auch in der Aussenwirkung von Blogs abspielen (Beispiel: Die Sicht der Blogosphäre, wie sie von der Presse zur Zeit dargestellt wird. Innerhalb der Blogosphäre ist die Sicht völlig anders, die Aussensicht der Presse führt hier häufig zu Lachanfällen, da völlig falsche Tatsachenbehauptungen usw. usf.).
Gerne wird “aussen” gemeint, die Blogger würden sich abschotten, eine Geheimsprache führen, nur eigene Dinge wieder und wieder durchkauen, sie wären Ungerecht, hetzerisch, ketzerisch, -isch, würden gar nichts ernst nehmen, keinen anderen “reinlassen” (dazu weiter unten mehr) usw.
Merke: Das ist alles völliger Unsinn! Es gibt eben nicht DEN Blogger und DIE Blogosphäre. Es gibt nur manche Themen, die durchaus durch die Blogs huschen, also von vielen Aufgegriffen werden, da sie Interessant, Grotesk oder was auch immer sind.
2.4. Die Blog-Rudelthese
Wer richtig lachen möchte, der sollte die Rudelthese bzgl. Blogs, am besten via Google, suchen und lesen (ich suche das jetzt nicht raus, da es Unsinn ist). Das dahinter stehende Thesengebilde ist sowas von Unsinnig, undurchdacht, unlogisch, dass es für mich maximal noch ein Lacher ist.
Die Rudelthese wird immer dann genommen, wenn viele Blogger “die Sau” durchs Blogdorf (auch Kleinbloggersdorf genannt) treiben.
Ein großes Beispiel für die Sau, die mal getrieben wurde: “Klowände des Internets”.
Wer allerdings solche Dinge auf einer Rudelthese aufbaut, der ist schlecht beraten, denn dazu müsste zumindest etwas vorliegen: Ein Rudel! Dieses Rudel gibt es aber nicht, es gibt auch keinen DEN Blogger. Es gibt höchtens gemeinsame Themen, die viele für Interessant halten und darüber berichten. Ansonsten führt diese eingeengte Sichtweise der Rudelthese nur in die irre.
2.5. Der/Das/Dös Blog
Als Anfänger begeht man gerne einen Kardinalfehler: Man weiß nicht genau, ob man der oder das Blog sagen soll.
Mein Vorschlag: Sagt einfach dös Blog. Denn meistens sind es ebensolche, die diese Frage überhaupt zu einem Problem hochstilisieren wollen. Der Duden meint, der oder das Blog wäre OK. Kann man so annehmen.
Kommen wir von hier, gleich zu:
2.6. Rechtschreibfehler in Blogs
Davon gibt es Millionen. Und Millionen (zum Glück nicht wirklich) die sich darüber aufregen. Wenn ihr ein Blog betreibt, wird früher oder später Jemand, der sonst nichts zu sagen hat, mindestens einmal so einen Kommentar bei Euch posten:”Ihre Rechtschreibfehler sind echt nervig..blablabla..”
Lächelt, denkt euch nichts dabei, macht einfach so weiter, wie bisher.
Der Inhalt ist bei Blogs das Wichtigste. Die Form alleine ist Nichts. Wenn man eure Beiträge irgendwie lesen und verstehen kann, dann spielt die äussere Form (Rechtschreibung) keine Rolle mehr. Lasst euch also von den Rechtschreibfanatikern nicht beirren.
Ich kann es offen zugeben und stehe auch dazu, ich war und bin schon immer ein Legastheniker gewesen. Früher war es durchaus eine Belastung, bis ich allerdings merkte, dass die anderen, die hänselten, im Grunde arme Wichte im Kopf sind, denn häufig war da richtig wenig Tiefe vorhanden, sprich Intelligenz.
Merke: Kümmert euch nicht darum, am Ende zählen immer nur die Inhalte! Darauf kam es zwar schon immer an, aber diese Sichtweise haben wir durchaus in einer auf Leistung und äusserer Form basierenden Gesellschaft verloren. Dieses Weltbild bröckelt aber jeden Tag ein Stück mehr. Die angebliche schlechten Jugendlichen von Heute, die ja “keinen Satz” mehr “richtig schreiben können” usw., sind schlicht weiter in ihrer Denke. Wer das nicht glaubt, der sollte sich mal mit Jugendlichen unterhalten, die denken einfach schneller, und kürzen eben da ab, wo man kürzen kann. Was nachvollziehbar ist, in einer sich immer schneller drehenden Gesellschaftswelt.
Schreibt und nehmt überhaupt keine Rücksicht auf die Kommentare, die euch irgendwie eure Schreibmotivation durch zuviel Formbehaltegepose nehmen wollen.
Wer bloggt, der bleibt!
2.7. Was sind Blogger?
Menschen!
2.8. Was sollte man beachten, als Neu-Blogger?
Neublogger machen gerne einige Fehler, die viele Blogger nicht wirklich gerne sehen. Der größte Fehler ist, dass man als “Newblo” (Newbie-Blogger) in irgendeinen Beitrag eines Bloggers purzelt, und dort in den Kommentaren gleich seinen eigenen wichtigen Beitrag verlinkt, ohne wirklich Bezug zum Urbeitrag zu nehmen. Sowas sehen die Herren der Blogschöpfung nicht gerne, sie meinen dann, dass sie irgendwie missbraucht werden würden. Häufig werden solche Kommentare gelöscht, die Kommentatoren beschimpft oder lächerlich gemacht.
Das führt natürlich zu Spannungen.
Ich glaube mein erster richtiger Kommentar war auch gleich ein Link in mein Blog, und wurde natürlich gelöscht.
Es ist schwer zu erklären, warum das so ist, also die löscherei von Newblo-Kommentaren die nur ihr Blog verlinken wollen. Ich versuche es mal so zu erklären:
Wir bloggen Tag ein, Tag aus, schreiben über dies oder jenes. Wenn man erst mal regelmäßig Kommentare bekommt, gewöhnt man sich an eine gewisse Kommunikation mit den Usern. Wenn dann plötzlich ein Kommentar eines Newblos erscheint, der “nur” auf sein eigenes Blog linken will, dann sind “wir” verwirrt:”Was? Was will der denn, den kenn ich doch gar nicht?”.
Wer diese kleine Welterklärungsmaschine hier liest, dem sei gesagt: Kommt gerne vorbei und verlinkt euer neues Blog, ich bin da nicht so empfindlich. Wenn, dann lösche ich nur völlige Hirni-Kommentare. Denn, jetzt kommt das wichtigste: Mein Blog, mein Wohnzimmer!
Empfehlen würde ich Newblos, dass sie, bevor sie einen Link auf ihr Blog irgendwo bei einem anderen, meistens ja einem Blogger der schon länger bloggt, hinterlassen wollen: Fragt einfach vorher an, ruhig in den Kommentaren, ob ihr einen Link zu einem eurer “wahnsinnig tollen und ersten Beiträge” hinterlassen dürft, weil ihr gerne Feedback darauf hättet.
Das ist Höflich und zeigt zugleich auch, dass ihr den Blogger und sein “Wohnzimmer” respektiert.
Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Blogger dann Nein sagt, dürfte sehr gering sein, denn wer höflich anfragt, dem wird innerhalb der Blogosphäre, so meine Erfahrung, immer geholfen. Gerade Newblos können sich darauf verlassen, dass die gestandenen Blogger hilfsbereit sind. Die Mär die durch die Presse geistert, Blogger würden keinen anderen “reinlassen” wollen, ist eben auch nur eine Mär, mehr nicht.
Wenn ihr euch und euer Blog bekannter machen wollt, dann verfallt bitte nicht auf die andere Mär, die mal irgendwie durchs Web geisterte (ich weiß gerade nicht, wer das zuerst so sagte), dass man als Newblo möglichst widerlich und agressiv gegen andere “A-Blogger” (siehe weiter unten) agieren sollte, denn dann würde man automatisch bekannter werden. Das ist völliger Unsinn, am Ende nimmt euch keiner mehr ernst. Was immer geht und sinnvoll ist: Schreibt, wenns geht, jeden Tag zumindest einen eigenen Beitrag, und kommentiert bei anderen. Da könnt ihr ja in den Kommentar-Felder (Name, Email, Homepage) eben auch eure Blogadresse hinterlassen. Ein Beispiel: Ich schreibe einen Beitrag, habe da z.B. irgendeine These drin, jetzt kommentiert einer, den ich nie zuvor hier im Blog als Kommentator hatte, der dann z.B. schreibt:”Deine These ist gut/schlecht weil..”, bei solchen Kommentaren klicke ich immer auch auf den Bloglink (der Name wird von den Blogsystemen ja mit der angegebenen Blogadresse verlinkt), um zu sehen, obs auch ein Blogger ist, wer das so ist, was er macht usw., so kann ich zumindest erahnen, wer denn gerade meine eigene These gut/schlecht gefunden hatte. Mir hilft das wenigstens etwas, das Kommentierte einzuordnen. Bedenkt, dass das Internet ein rein virtueller Raum ist, man kann sein “Gegenüber” nur durch das geschriebene einschätzen. Mehr ist da ja nicht. Ich hatte dazu schon einen Beitrag geschrieben, das 1:kn-Verhältnis innerhalb der Blogosphäre.
Weiterhin hilft es euch auch, wenn ihr andere Beiträge von Bloggern verlinkt. Auch wenn da der eine oder andere von “Trackbackschleim” u.ä. Dingen redet, nehmt es nicht zu ernst. Damit ist eine andere kompliziertere Sache gemeint, aber nicht Newblos. Ihr geniesst im Grunde so lange Narrenfreiheit, bis man euch kennt. Ob man euch am Ende dann ernst nimmt, ist eine andere Frage.
Merke: Aller Anfang ist schwer, innerhalb der Blogosphäre wird nur der wahrgenommen, der auch irgendwie etwas zu sagen hat. Wenn ihr nur Einzeiler bei euch schreibt und/oder auf die übliche “Ich verlinke jeden Tag, als einzigen Beitrag, ein Youtube-Video”-Masche verfallt, dann wird das auch nichts werden. Bei anderen Kommentare hinterlassen ist immer gut, aber bitte daran denken, noch kennt euch niemand, also höflich bleiben, so wie ihr das auch gerne bei euch hättet. Blogs sind Wohnzimmer, schreiende unhöfliche Menschen würde ich in meinem Wohnzimmer nicht lange dulden, ihr sicherlich auch nicht. Streiten und auch mal hart Diskutieren ist natürlich immer erwünscht, so lange es sachlich bleibt. Damit kann zwar nicht jeder umgehen, die meisten aber doch. Andere Blogs verlinken ist auch ein gutes Mittel. Wenn ihr dann auch was zu sagen habt, werden die ersten Kommentare bei euch nicht lange auf sich warten lassen.
Trackbacks (mehr dazu Teil 2) setzen im eigenen Beitrag, ohne jeglichen Bezug auf einen anderen Bloggerbeitrag oder sogar ohne den anderen Beitrag zu verlinken, macht überhaupt keinen Sinn. Sowas schaut man sich als Blogger, zweimal, dreimal an, dann löscht man solche Trackbacks kommentarlos, da sie völlig ohne Bezug sind.
Wie Blogger sonst so ticken, kann man hier in der Serie “Blogtalks” ganz gut erlesen, natürlich nur, wenn man so etwas wissen möchte.
2.9. ABCD-Blogger
Die Übernahme des indischen Kastensystems innerhalb der Blogosphäre führte zu einer der glohreichsten Einteilungen, die man sich nur vorstellen kann: Es gibt sog. A-Blogger, B-Blogger, C-Blogger und sogar Delta-Blogger.
Dieses Blog hier zählt klar zu den Delta-Blogs.
Wer den Begriff der A-Blogger (nur die sind ja “interessant”) eingeführt hatte, konnte ich leider nicht wirklich recherchieren. Ist aber auch nicht so richtig spannend. Fakt ist: Die A-Blogger sind irgendwie die Adels-Blogs unter dem ganzen anderen Rest. Um ihre hochwohlgeborene Lebenssituation innerhalb der Blogosphäre zu dokumentieren, wurden sog. “Pimmelshows”, auch “Schwanzvergleichshows”, eingeführt. Die wichtigsten Währungssysteme sind Blogscouts und die Deutschenblogcharts. Während man sich bei Blogscouts anmelden muss und ein Script ins eigene Blog einbinden muss, um irgendwie aufgeführt werden zu können, ist man bei den Deutscheblogcharts automatisch drin, wenn man eine gewisse Verlinkungszahl von anderen Blogs erreicht hat.
A-Blogger sind das helle Licht am Ende des Tunnels. So stellen sie es zumindest häufig genug selbst da. Wundert euch also nicht, wenn A-Blogger sich irgendwie manchmal ziemlich herablassend zu anderen Blogs, Bloggern äussern. Die Brahmanen-Blogger (A-Blogger) sind das spirituelle Zentrum der Blogosphäre. Auf ihre Worte hören vor allem die Kshatriya-Blogger (B-Blogger; auch Nachplapper-Blogger genannt, die auch gerne mal Brahmane werden wollen). Die Vaishya-Blogger (C-Blogger) sind der Long Tail des Restes. Ganz unten in der Hirarchie sind dann die Shudra-Blogger (Delta-Blogger).
Mein ich das jetzt ernst?
Ja und Nein.
Braucht man A-Blogger?
Auch Ja und Nein.
Die Sache ist so, es gibt durchaus Blogs die Themen innerhalb der Blogosphäre zum kochen bringen können, die wichtigsten Vertreter hier: Spreeblick, Basicthinking, Wirres, Blogbar. S.Niggemeier u.v.a..
Gemeint ist damit, dass solche sog. A-Blogs ein Thema aufgreifen und es durch ihre Leseranzahl (häufig ja auch andere Blogger) so innerhalb der Blogosphäre pushen können, dass nach kurzer Zeit dieses Thema dann ein Hauptthema in sehr vielen Blogs wird. Diese Themenwelle (wurde weiter oben schon “Rudelthese” genannt) ist die eigentliche Gefahr, die z.B. von der Presse und anderen klassischen Medienvertretern angstvoll wahrgenommen wird, denn die A-Blogs können durch ihre Position durchaus Meinungen anderer beeinflussen.
Wichtig ist nur, diese sog. A-Blogs, und auch die A-Blogger, sollte man dennoch nicht zu ernst nehmen. Menschen die sich selbst (machen natürlich nicht alle) “unheimlich” Wichtig finden, sind meistens eigentlich das Gegenteil davon. Gib irgendeinem Menschen ein Stückchen “Macht” in die Hand, und er wird zu einer grotesken “Skulptur”. Wer diese “A-Blogs” häufig lesen wird, wird früher oder später den “wahren” Kern dessen besser verstehen.
Da ich mich noch immer zu den Blogger-Anfängern zähle, kann ich aus meiner bisherigen Erfahrung heraus den Begriff der A-Blogs durchaus mit Arsch-Blogs, zumindest für mich, übersetzen. Damit sind natürlich nicht die oben gelinkten gemeint, auf keinen Fall.
Die grotesken Shows der A-Blogger führen dennoch zu dem Urteil: Unwichtig, weil viel zu häufig völlig Inhaltsleer.
Kommen wir zu den Delta-Bloggern, also dem Fussvolk, den Schützen:
Bleibt für immer Delta-Blogger, denn der wahre Inhalt, das was zählt im Leben, kommt von euch!
Setzen wir noch einen drauf: Meine Beobachtungen der Blogosphäre innerhalb der letzen Monate lässt mich zu einem Schluss kommen, da wird gemauschelt, was das Zeug hält. Mir scheint, dass einige Streitigkeiten innerhalb der A-Blogosphäre reine Inszenierungen waren und sind. Natürlich versuchen auch einige A-Blogger ihre Deutungshoheit im Dickicht der Virtualität zu behalten und zu verfestigen, indem sie Grabenkriege gegeneinander führen, die absurder nicht mehr sein können. Schreibt der eine A-Blogger was fieses über den anderen A-Blogger, dann lässt dieser sich nicht lumpen, und wird bei nächster Gelegenheit ebensolches machen. Dieser A-Blogger-Krieg dauert immer noch an. Die Opfer, die Vernunft und der Verstand, lachen allerdings nur darüber. Lacht also, wenn sich A-Blogger mal wieder bekriegen. Dieses Phänomen wird auch irgendwann zu den Akten gelegt werden, wie schon vieles andere vorher, innerhalb der Menschheitsgeschichte, verschwunden ist.
Merke: Man könnte es so abkürzen: A-Blogger, wer sowas nötig hat, bitteschön!
Ansonsten: Lacht über diejenigen, die sich selbst A-Blogger nennen! Lustiger gehts zwar immer, aber dennoch, lacht über sie. Und habt keine Angst vor ihnen, denn die besseren Argumente sind immer Sieger.
(dieser Teil geht noch weiter..)
Teil 1 – WordPress 1
Teil 2 – WordPress 2 (wird nachgereicht)
Klarer Fall, hier muss gedruckt und gebunden werden und dann wird damit eine Revolution angezettelt oder es wird irgendwo im Buchladen rumstehen, das wäre aber fast zu unspektakulär, oder? ;)
ja revolution ist immer gut. man könnte es ausdrucken, auf festes dickes papier, es dann einrollen, nochmals ausdrucken, auch miteinrollen usw., und es dann als “fakten” verwenden..:-)
Vielleicht kommt das Grundgesetz zusammengerollt als Faktenrolle auch besser beim Herrn Schäuble an
Fakten müssen akzeptiert werden, Punkt aus Ende
man sollte eh viel mehr mit fakten um sich hauen. manchmal auch drauf..
Ich druck mir dann mal eben meinen Schlagstock aeh will sagen Meinungsprügel
Ob der Fauststoff ein passender Inhalt wäre? Passt so schön, vom Namen und vom Zweck her :)
das ist ein gar teuflischer plan, den du da hast..
Grandioser Beitrag. Eine sehr gute Zusammenfassung der Zustände in der Blogosphäre. Mist nu hab ich das Wort auch benutzt.
Revolution is nen gutes Stichwort. Aber wie führt man Blogs aufs Schaffott? ;-)
wie?
indem man sie löscht….aarrr!
“der bösewicht möge seine datenbank auf den holzklotz legen…zack!”
wech isser..
Hallo,
Da ich seit geschätzten 11minuten nun diese Seite angucke und mir ein bild zu zeichenen was ich davon halten soll.Was ich zur zeit sagen kann ist das wieso gibt es kein Forum wo die Mitglieder dieser “Sekte” *lach*
sich austauschen können über Gott und die Welt Pressefreiheit und Politik. Ich glaube genug leute würden freudig in diesem hoffenlich zukünftigen Projekt mitmachen ;-).
P.S: Meine Rechtschreibfehler ergeben zusammen addiert eine Formel mit der man aus Stein Gold zaubern kann…
forum?
du kannst hier jederzeit kommentieren..:-))
andere auch..
zu deiner formel:
ich glaube die formel ist: xzumquadratplusdieunbekanntemateriegleichweltformel oder so oder vielleicht doch anders…
Hallo Weltherrscher
wieso bin ich erst jetzt auf diesen Blog gestoßen?
Brilliant!
Ich schmeiße eher selten mit solchen Komplimenten um mich, aber ich finde Du triffst den Nagel aber sowas von mitten auf den Kopf! Es hat echt Spaß gemacht das hier zu lesen! Und ob Du Delta bist, naja darüber könnte man sich dann mal unterhalten!
lg vom Delta Markus ;-)
sind wir nicht alle delta..:)