Die letzten Tage hab ich viel gelesen bzgl. der Vodafone-Witzwerbung.
Besonder gelungen fand ich die leichte Überzeichnung von Ix, der Bezug auf einen Blogeintrag von Nico Lumma nimmt.
Ach, was wäre die Welt doch toll, wenn wir alle so funktionieren würden, wie die Werbefuzzis es glauben. Denn wir wären dann die dummen konsumierenden Schäfchen ohne die geringste Kritik.
Sind wir aber nicht, wir gucken genauer hin, genau das ist eine Konsequenz aus unserem Internetkonsum. Wir gucken hin, wir mischen uns ein, wir sagen unsere Meinung, wir bewerten, überbewerten und verurteilen, oft zu schnell und subjektiv, aber genau das macht Interhumane aus. Wir fressen nicht mehr alles in uns hinein, sondern schreien kotzen es häufig wieder aus. Im Internet findet gerade ein Wandel der Gesellschaften statt, weltweit kann man das beobachten. Besonders bewusst wurde uns das die Tage, als wir live beobachten konnten, wie Menschen im Iran für ihre Rechte kämpften und noch immer kämpfen.
Wir sehen hier in Deutschland gerade einem Wandel der Politik zu, der sich von “Was ist denn ein Browser?” hin zu “Oh, da müssen wir Zensur rein bringen für die dahinterstehende Medienlobby” vollzieht. Die Politiker fressen die Tage Kreide in Kilorationen und lügen uns an, als ob wir NIE sowas wie Bildung erlebt hätten. Ihr Politiker in Berlin betreibt billigste Propaganda auf Kosten der Demokratie. In meinen Augen seid ihr nur noch Witzfiguren, billige Lobbyistenerfüller. Schämt euch! Ihr seid keine Demokraten, ihr seid der billige Abschaum, der die Demokratie durch Geld und Manipulation ins Wanken bringen wird. Verpisst euch endlich!
Und jetzt versucht ein Zensursulaarschkriecher-Unternehmen, Vodafone, durch eine besonders widerliche Aktion irgendwie die Netzgemeinde doch nicht zu verlieren. Da treten dann die “Helden des Internets” auf und sollen irgendwie all den anderen Schäfchen erklären:”Hey du, wenn du was verändern willst, dann…blablabla…”.
Tsss…als ob wir nie Bildung genossen hätten!
Was für eine Beleidigung an unseren Verstand. Vodafail, wurde als Hashtag bei Twitter so verwendet, wird genau eins erreichen, wir lachen jetzt noch lauter über euch und eure “Helden”. Lobo, als Oberheld, hat vorher schon nicht funktioniert, jetzt aber noch weniger. Lobo ist kein Internetexperte, sondern nur ein Selbstvermarkter der immer dann auftritt, wenn es irgendwas irgendwo zu holen gibt. Soll ihn die Wirklichkeit einholen!
Das Lobogate wird als Lehrbeispiel für die Zukunft dienen. Vorne hui, hinten ein Arschloch, hauptsache die Kohle stimmt. Als ob ihr nie Bildung genossen hättet! Schämt euch!
Vodafone kann mich kreuzweise!
Ich werde mir den Dreck nicht ins Haus holen. Das ist ja so, als ob ich mir die Zensursula einlade.
Ein widerlicher Gedanke.
Die Blogs die gerade diese dämliche Verarschungs-Vodafone-Werbung schalten, sollten sich mal gehörig in die eigene Fresse hauen. Ihr Verkauft nicht nur eure eigene beschissene Seele, ihr verkauft gerade auch die sich anbahnende Solidarität im Netz. Seit Wochen wird für mehr Verstand und Vernunft im Web gekämpft, ihr verschachert das gerade für ein paar Silberlinge. Eure niedlichen Argumente “Zensusulabefürworter-Kohle für Aktionen gegen Zensursula” sind ein totalfail. Ihr untergrabt damit ein Gefühl im Web:”Zusammen können wir was erreichen!”.
Aber anscheinend gibt es kein gemeinsames Gefühl?!
Es gibt nur diejenigen, die Kohle wittern und diejenigen die für die Zukunft handeln und denken.
Schade!
Wäre es nicht so Absurd, könnt man drüber lachen.
Vodafones Kampagne jetzt soll auch die aufkeimende Stimmung gegen das Verhalten im Bezug auf Zensursula von Vodafone untergraben. Die Werbeaktion hat nicht umsonst die “Zielgruppe” mit ins Boot geholt, so soll “Wir sind doch für euch” geheuchelt werden. Das wird aber nicht funktionieren. Wir verachten euch für euer Zensursulagate-Verhalten. Wenn ich Vodafone höre oder lese, werde ich immer an “Vodafone = Pro-Zensur” denken.
Ich hoffe es wird auch vielen anderen so gehen. Wer auch so denkt, sollte es twittern und bloggen.
Über die Vodafone-Werbe-Blogs kann ich nur noch mit dem Kopf schütteln und in Zukunft leider mit einem “drüber lachen” reagieren müssen, wenn ihr euch nochmals in die Solidaritäts-Debatten der Zukunft einmischt. Ihr blickt es echt nicht! Aussen hui, innen…tsss…
Schade!
Vielen Dank für diesen Eintrag. An einigen Stellen schon sehr hart aber trotzdem wahr.
Florian am 12. Juli, 2009