Das Netz ist Ich

Die Diskussionen beginnen irgendwann immer wieder von vorne. Was ich insgesamt durchaus mag. Allerdings sollten irgendwann die längst gemachten Erkenntnisse auch mitbetrachtet werden, also wenn man wieder von vorne beginnt.

Man muss das natürlich nicht, aber man kann, darf und sollte es sogar. Weil. Weil es klug ist, weil es Sinn macht und vor allem, weil Erkenntnisse etwas bewirken, also bei dem / bei der die sie gerade machen/haben: Es macht wusch im Kopf.

Jede Erkenntnis setzt sich, bei mir ist das so, immer mit einem lauten wusch im Kopf fest. Wenn ich beim nichtstun mich an manche Erkenntnis erinnere, dann höre ich zuerst immer dieses wusch. Und irgendwie ist jedes einzelne Wusch anders. Manchmal ist es echt laut und nervend (wenn ich fremde Erkentnisse anerkennen musste, obwohl ich was anderes dachte), manches mal ist es ein recht leises unaufdringliches wusch (wenn ich selbst ein Stück weitergekommen bin, das sind aber immer nur Milliardstelmilimeterchen).

Gerade geht wieder die Angst um, dass das Netz das Geldnetz ist oder, wie IX findet, einfach nur das Netz.

Dabei ist es doch so (nicht wirklich meine Erkenntnis, aber ich habs als megalautes Dings in meiner Erinnerung):
Das Netz ist nichts anderes, als jegliche andere Frage nach der Realität des Menschen und/oder sogar des Lebens an sich, auch. Wir Menschen fragen uns ja schon immer, was mal kommen wird und warum und wann? Und eigentlich wieso?
Wieso bin ich als Mensch hier auf der Erde?
Wieso gerade auf der Erde?
Warum dreht sich die Erde um die Sonne?
Warum gerade um diese Sonne?
Warum, warum, warum..

Stell ich also irgendeine Frage nach dem Sinn und oder Unsinn des Netzes, stellte ich hoffentlich lange vorher die viel wichtigere Frage nach der Existenz: Warum eigentlich all das?

Die Frage nach dem Netz ist also eigentlich gar nicht die Frage nach dem Netz, sondern “nur” wieder die Frage nach dem ganzen drumherum, also das große WARUM.

Ich bin hier.
Einfach so.
Sogar im Moment ganz ruhig.
Gestern stellte ich die Frage schon bei Twitter:

Also wenn ich bin, und ich daran glaube, dann sollte ich, und eigentlich jeder andere auch, ruhig mal bei den anderen nachfragen, ob sie es auch sind. Kost nix, bringt nix und tut aber auch nicht weh. Führt am Ende dann wieder nur zu der Frage, was ist denn Sein überhaupt?

Und jetzt kommt die wichtigste Wuscherei:
Wenn ich mir meiner Existenz schon nicht im Ansatz sicher sein kann (nach irgendeiner beliebigen Philosophie), warum sollte ich dann jegliche andere Existenz in Frage stellen (z.B. die Berechtigung des Internets)?
Genau, da fängt es an kompliziert zu werden.

In Frage stellen kann ich natürlich alles, um dann am Ende irgendwelche Erkenntnisse zu erlangen, die mal ein leises oder sehr lautes Wusch erzeugen. Mein sehr lautes Internetwusch (es war sehr sehr laut, obwohl es mein eigenes wusch ist! Die Ausnahme!) ist eigentlich total einfach:
Ich bin, wenn überhaupt, also ist auch alles andere, wenn überhaupt.
Und wenn ich das irgendwann mehr und/oder besser verstehen will, dann wäre es total dämlich, das nur ganz alleine zu probieren. Also bin ich hier im Netz und um mich herum ganz viele andere auch. Nicht alle, aber sehr viele der anderen, fragen sich auch die eine oder andere Frage. Manchmal wuscht man sich so durch den Tag, ein anderes Mal gehts nur ums kacken und/oder andere schmutzige Dinge.
ABER:
Das ist egal. Jede Wuscherei ist ein Wusch. Und vermutlich sind wir nur auf der Erde, auch und gerade hier, weil wir pro geammeltem Wusch am Ende vielleicht so’n ganz großes sehr sehr lautes Wusch hören werden, was dann vermutlich wieder weitere Fragen erzeugen wird, aber das ist dann was anderes.

Das ist Internet ist also, nach irgendeiner Philosophie, eigentlich nicht das Internet, sondern nur ein Wusch-Verstärker.

Hats bei euch gerade Wusch gemacht?
Wenn ja, dann seid ihr (vielleicht).
Wenn nein, vermutlich dann trotzdem auch.

Vrdmmt.

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