Zur Zeit erlebt die Piratenpartei ja ihr Dings. Die Medien berichten gerne über die Piraten, so lange sie irgendwie die Inhalt “Streit innerhalb der Partei” herbeistreitenreden können.
Und die Piraten machen dann genau das, nämlich sich streiten, weil es ja auch in den Medien steht. OK, die Piratenpartei streitet sich sicherlich auch, nehmen wir nur den Lauer und den Ponader. Der eine Beratungsresistente schickt dem anderen eine SMS, er solle zurücktreten, weil.
Ich übersetze mal den Streit innerhalb der Piratenpartei und der Medien:
Die Piraten streiten sich um des Kaisers Kleider!
Ist der Ponader nun nackt und/oder der Lauer?
Worüber schreibt man, wenn man nichts zu schreiben hat? Genau, ein Streit, ein Streit innerhalb der Piratenpartei. Wenn man nur lang genug und oft genug das Wort Streit verwendet, dann streitet man sich am Ende auch. Spiegel.de ist ja quasi der heilige Gral der Streitereien. Wenn sich niemand streitet, dann wird der Spiegel schon irgendeinen Grund für einen Streit finden.
Im Grunde fällt die Piratenpartei gerade auf den ältesten Medientrick aller Zeiten herein: Über das geschriebene so lange nachdenken, bis es eintrifft!
Liebe Piraten,
ihr müsst auch mal loslassen können. Also von den Dingen, die in irgendeiner Mediengosse stehen, z.B. die Sachen im Spiegel. Befreit euch von der Annahme, dass die Inhalte stimmen werden, weil sie ja gedruckt/veröffentlicht wurden. Vor längerer Zeit prophezeite ich euch hier ja schon im Blog, was die Medien mit euch machen werden. Den Medien gehts nicht im Ansatz um eure Themen, Wünsche und/oder Ziele. Die Medien gucken sich ein paar Personen heraus und hämmern immer weiter auf diese Personen drauf, denn eure Ziele sind quasi der Gegenpol der Medienwünsche, denn Freiheit bedeutet auch, gerade im Internet, dass die Geschäftsbasis der Medienverlage ins wanken gerät. Also sind eure Ziele eine Gefahr für die Freiheit, wie sie die Medien definieren.
Die Mediendefinition der Freiheit ist, dass sie jeden Politiker (oder sonst wen) vorführen dürfen, meistens mit unsachlichen Angriffen gegen die Person, wie sie wollen. Die Freiheit der Medien, sie nennen es Pressefreiheit, basiert auf der irrigen Annahme, dass die Presse frei wäre. Dabei wissen wir doch alle längst, nicht erst durch die Leistungsrechtschutzlügen der Verlage, wir tief der Morast unterhalb der Presseverlage ist. Ihr könnt euch jetzt also mit so vielen Argument zu wehren versuchen, wie ihr wollt. Es wird euch nicht gelingen.
Der einzige Grund, warum es euch nicht wirklich gelingen wird, ist, weil ihr eben unerfahren im Politbusiness seid. Ihr trefft euch auf Bundesparteitagen und glaubt, dass ihr eigentlich nur auf einem LAN-Game seid. So denkt ihr dann auch, wenn ihr abstimmt, wer irgendwas in “eurer” Partei machen kann. Am Ende wählt ihr dann einen Ponader oder diese Buchtussi, die nicht im Ansatz irgendwas positives für die Partei machen wollen, sondern schlicht nur reine Abzocke mit dem “Amt” verbinden.
Ihr denkt also an euren Bundesparteitagen und den anderen “Treffen” nicht für 50 Cent nach, was eure Handlung für die Partei tatsächlich bedeuten wird.
“Och guck ma, der Ponader ist ja ‘n kautziger Typ! Den wähl ich!”
Zack, schon sitzt ihr in der Medienscheisse fest. Und da kommt ihr noch schlechter wieder raus, weil genau die TypenInnen die ihr gewählt habt, eben genau das machen, was so TypenInnen eben machen, sie spinnen laut herum, zocken ihr Amt aus und machen auch ansonsten was immer sie wollen, aber eben nicht, was sie eigentlich in dem Amt machen sollten.
Und so kommt, was kommen muss, die Partei wird durch die Medien “zerstritten”, weil die SpinnerInnen in den Ämtern eben herumspinnen. Und leider ist es so, ja, ihr hättet das erkennen können und sogar müssen. Die Buchtussi war das krasseste Beispiel dafür, wie ihr bei der Wahl versagt habt. Das die ein U-Boot war, egal mit welcher Zielsetzung, konnte jeder erkennen, nur eben ihr nicht, weil ihr “eure” Partei eher wie ein LAN-Zock betrachtet habt, denn wie irgendwas ernstzunehmendes.
Der einzige Streit innerhalb der Partei sollte also eigentlich der Streit der Basis mit der Basis sein, wie man in Zukunft die U-Boote und Abzocker erkennen kann und muss und wie man diese eben nicht wählt bzw. wie man sie dann schnell wieder loswerden kann. Das beste Beispiel ist der Ponader dafür, der klebt gerade an seinem “Amt” wie Scheisshausfliegen an einem Haufen. Hätte er auch nur im Ansatz die Zukunft der Partei als Ziel in sich, dann wäre er längst zurückgetreten. Das er das nicht versteht, sollte euch erstens arg zu denken geben und zweitens müsst ihr als Partei einen Ausweg für solche Situationen parathalten. Wenn ihr immer warten müsst, bis ihr teure Bundesparteitage organisiert habt, dann ist das erstens zu langsam und zweitens viel zu spät.
Im Grunde trifft den Ponader also gar keine Schuld, sondern einzig ihr als Partei tragt die Schuld, weil ihr unerfahren darin seid, wie man Abzocker erkennen kann und darüber hinaus, weil ihr dafür eben keinen Plan-B habt, wie man sie möglichst schnell wieder los wird.
Geht davon aus, dass 90% der Leute die sich bei euch profilieren wollen, weil ihr eine junge Partei seid, nicht im Ansatz irgendwas im Sinne der Partei wollen, sondern eben nur ihre ganz eigenen Ziele verfolgen. Ihr müsst so lange, wie die Unerfahrenheit in eurem Wahlfinger steckt, immer einen Plan-B haben. Leute die sich als Vollhorste im Amt (Ponader u.a.) erweisen, können und sollten schnell des amtes enthoben werden können. Das ist ja nichts schlimmes. Schön reden und hinterher ein Arschloch sein, passiert ja ständig innerhalb der Menschheit.
Was man euch also defintiv vorwerfen kann, ist, dass ihr die Arschlöcher viel zu lange arschlochen lasst! Ändert eure Standards so ab, dass ihr z.B. ein Amt jederzeit neu besetzen könnt. Dann dauert es auch nicht lange, bis die Arschlöcher merken, dass sie ihr Arschlochsein woanders ausleben müssen. Diese Arschlöcher melden sich dann eben nicht mehr, um Ämter abzocken zu können.
Der eigentlich Streit, der innerhalb der Piratenpartei, herrschen sollte, müsste also ein Streit um die Grundsätze der organisatorischen Piratenpartei sein.
Gebt den Arschlöcher nur jeweils eine einzige Chance!
Wenn das die Wähler mitbekommen, wirds auch irgendwann wieder was mit dem Vertrauen. So lange ihr Typen wie den Ponader habt, wird euch kein Wähler vertrauen, was ja auch gut ist!
Wohl wahr.
Hach, es tut gut, mal einen Text zu lesen, und nicht immer nur die erstarrte und gesteuerte Sprache von SPON/SPIEGEL. Und was schreiben sie bloß, wenn es nichts mehr zum Schreib-Streit-herbei-Genüssel-chen gibt?