Ich wusste es ja schon immer. Danken möchte ich allen, vor allem aber mir:

Meine Zeit: unendlich viele Klicks bei Spon. Das ist wohl die neue klickvieherei anstatt der Bildergalerien.
Ich wusste es ja schon immer. Danken möchte ich allen, vor allem aber mir:

Meine Zeit: unendlich viele Klicks bei Spon. Das ist wohl die neue klickvieherei anstatt der Bildergalerien.
Gerade eben wurden die eindeutigen Beweise gefunden, warum die Menschen, über Nacht, plötzlich Unsterblich wurden.
Die aufwendigste und teuerste Studie der letzten 1.000 Jahre, bezahlt von mir, konnte nun endlich die Geheimnisse bzgl. der ominösen Unsterblichkeit, unter denen wir Menschen jetzt schon fast 20 Jahre leiden, entschlüsseln.
Es war doch nicht Vincent Stewart, wie einige Jahre von der UNO vermutet, sondern die tägliche Dosis Spams, im spez. die Spam-Mails mit der Betreffzeile “Man lebt nur einmal”.
Forscher fanden heraus, dass bei jeder neuen Spam dieser Art im Mail-Ordner unser Unterbewusstsein mit sofortigem Widerstand gegen diese kühne These “Man würde nur einmal leben” reagierte. Durch die ständige Spambombardierung musste sich die Menschheit in einer ständigen wiederholungsschleife der Frage stellen, ob man nur einmal leben würde? Unser aller Hirn antwortete mit eben der Unsterblichkeitsstrategie gegen diese widerliche These. Anfangs glaubten die Webforscher 2.0 noch, dass man beim ständigen lesen dieser Spammail-Betreffzeile im Posteingangsordner evtl. deren Annahme, man würde nur einmal leben, unbewusst umsetzen würde. Nach vielen Tests konnte aber eben das genau Gegenteil bewiesen werden.
Nicht der Mensch unterwirft sich der Spam, sondern die Spam dem Menschen. Spammer der neusten Generation versuchen jetzt, den Unsterblichkeitsmarkt mit Spams der Art “Leben wir Ewig!” zu erobern. Die amerikanische Regierung droht den neuen Spammern mit dem Tode, sollte dies nicht funktionieren, mit totaler Folter, für den Rest der Ewigkeit.
Erste Spammer wurden in Amerika schon 40 mal gehängt, vergiftet, erdrosselt und mit starken Stromschlägen maltretiert. Natürlich leben sie noch immer, jetzt aber Kopfüber in Scheisse hängend.
Lesen sie dann Morgen, ob es Zusammenhänge mit der männliche Impotenz und den Spam-Mails “Potenzschwäche – Wir haben die Lösung” gibt!
Tach, ich bin wieder da!
Bei Lanu tobt gerade die Schlacht um die beste Hip-Hop-Battle-Zeichung.
Natürlich werde ich gewinnen, aber trotzdem, mindestens einer sollte auch für Bulo stimmen, dann wären es ja schon zwei.
Isch bin de krasseste Gangsta-Weltherrscher!
Ich geh dann mal wieder nach Hause. Vielen Dank an den Hausherren für die Möglichkeit und an euch für die Aufmerksamkeit. Der Blogtausch war eine tolle Idee. Ich hatte gehofft, etwas mehr draus machen zu können, doch man kann nicht alles haben.
Ganz ehrlich, ich bin ein wenig ratlos und zum Teil auch entsetzt.
Für eventuell anwesende Journalisten sei es noch einmal ganz deutlich gesagt. Es gab kein Praktikum, keinen Mentor und keinen Grund, sich von eher liebevoll satirischen Beiträgen angegriffen zu fühlen. Ich wollte den Lübecker Nachrichten zu etwas mehr Publikum verhelfen, was mir durchaus auch gelungen ist. Unterschätzt habe ich dabei, dass der Graben zwischen Bloggern und Journalisten offensichtlich so groß ist, dass ein Spaß nie ein Spaß, sondern offensichtlich nur ein Frontalangriff sein kann.
Der Betreiber dieses Blogs hier erhielt gestern einen Anruf, in dem mehr oder weniger offen mit Konsequenzen gedroht wurde. Sorry, Weltherrrscher, mein Fehler. Ich könnte an der Stelle gern über Namen reden, doch das muss gar nicht mehr sein, denn ich sehe mich gezwungen, es zu verallgmeinern:
Journalisten und Blogger sind offensichtlich so weit auseinander, wie ich es mir nicht vorstellen konnte. Ich persönlich finde das bedauerlich aber nicht überraschend.
Den “Bloggern” der Lübecker Nachrichten und den Lübecker Journalisten allgemein wünsche ich viel Erfolg bei ihrer weiteren Arbeit und kommt ab und an raus aus dem Keller, wenn ihr mit dem Lachen fertig seid.
Ich bin mir nicht sicher, ob hier an einem Freitagnachmittag noch viel passieren wird. Deshalb setze ich mir jetzt eine Frist bis 166 Uhr. Habe ich es bis zu dem Zeitpunkt nicht geschafft, die “Blogger” der Lübecker Nachrichten von meinen guten Absichten zu überzeugen, dann pack ich meine Sachen. Meinen Termin bei den Wahlen zur Miss Schleswig-Holstein sage ich dann auch ab. Hat ja keinen Sinn.
(Ich bin jetzt echt ein wenig frustriert. Sturköppe!)
Der erfolgreiche Abschluss meines Praktikums steht auf der Kippe. Ihr erinnert euch? Messlatte war, journalistenwürdig zu sein und hier einen Blogartikel schreiben zu dürfen.
Ich glaub, das wird eng. So langsam spricht sich rum, dass Blogger im Haus sind. In der Kantine werd ich geschnitten. Selbst die Onlinejournalisten tuscheln, wenn ich mit meinem Teller Scholle an ihnen vorbeigehe. Und die Printfuzzies werfen kleine Papierkügelchen nach mir. (Was sonst?)
Ich werde jetzt noch einen Blogpromi als Lübeck-Testimonial ankarren müssen. Mal sehen, ob es hilft.
Es fällt mir wirklich schwer, mich zu entscheiden. Wem gebe ich meine Stimme, wen werde ich heute unterstützen? Die Tierparkgegner, die Eltern, die Baumarktprotestler, die Anti-Nachtflug-Demonstranten oder die Frauen, die Knalltüten verteilen?
Ich werd wohl erstmal bei einem Glühwein lange darüber nachdenken müssen.
Wenn ich im realen Leben unterwegs bin, da gebe ich mich eher ruhig. Wenn ich dann auch noch mit Journalisten zu tun habe, dann falle ich praktisch gar nicht auf. Und wenn meine Bloggerei mit dem realen Dasein kollidiert, dann wird es manchmal echt schwierig.
Eine solche Stimmung kenn ich eigentlich nur aus der letzten Blogine-Abstimmung. Mentor Holger versucht zwar zu vermitteln. Aber ich glaube, Verena kann mich nicht leiden.
Update:
Ich ahne, woher der Wind weht.
Um mich bei meinem Mentor Holger einzuschleimen, greife ich jetzt zu den größeren Waffen. Eben habe ich einen Boo mit Lübeck-Bezug freigeschaltet.
Ich staune gerade über mich selbst, wie wichtig mir doch meine Karriere ist.
Heute bin ich echt neidisch geworden. So als Blogger hat man ja Spaß daran, ab und an mal eine Sau durchs Dorf zu treiben. Kein Vergleich zu dem, was ich im Rahmen meines Praktikums erleben durfte.
Während Verena wegen des Staus noch sauer war, stand ich am Brennpunkt des Geschehens. Ich war mit der Autobahnpolizei unterwegs. Und ich muss zugeben, dass die Leute, inkl. Journalisten, hier ganz anders drauf sind. Wenn es hier los geht, dann werden stundenlang Autobahnen gesperrt und am Ende muss die Sau zur Strecke gebracht werden.
Das nenn ich konsequent.
“Da will ich nicht tot übern Zaun hängen.” Das war die Reaktion, als ich von meinem Praktikum bei den Lübecker Nachrichten erzählte. “Da geht doch nix!”
Ich hab mich ein wenig anstecken lassen von dieser Einstellung. Deshalb habe ich auch abgewunken, als mich Mentor Holger zu den “Polizeireportern” schickte.
“Da kannst du was lernen, guck genau hin.”
Ok, sag ich mir, du bist offen für Neues. Guckst du dir eben mal an, was hier so los ist. Wir fahren ewig durch die Region. Irgendwo bei Gadebusch steht ein nackter Mann an der Straße. Ich hab ja lange in Berlin gelebt, daher kenne ich sowas. “Och, ist der aber klein und süüüüß.” So reagiere ich dann meist und die Herren ziehen enttäuscht ab.
Hier läuft das anders. Ich bemerke, wie der Kollege zu seinem Telefon greift und zwei kurze Anrufe tätigt. 10 Minuten später wird es taghell zwischen den Gehöften. Hubschrauberlärm zerreißt die eisige Stille des Abends. Hunde hetzen über den Acker und der Kollege macht sich eifrig Notizen.
Eine halbe Stunde später kehrt wieder Ruhe ein und die Meldung ist fertig.
Wow, raune ich leise in mich hinein. So geht das also.
Wenn ich morgens in die Redaktion komme, sehe ich das hier. Links von mir sitzt die Verena. Rechts mein Mentor Holger, der nie seinen Scheibtisch aufräumt. Einen kleinen Unterschied gibt es im Vergleich zum Foto schon. Die Pflanzen, die extra für dieses Foto aus der Chefredekteursetage geholt wurden, die sind nicht mehr da. So hab ich den freien Blick nach draußen und ab und an die Sonne im Gesicht.
Onlinejournalisten haben es hier übrigens nicht wirklich leicht. In der Kantine werden sie oft nach hinten gedrängt, sie bekommen diese riesigen Röhrenbildschirme auf den Schreibtisch gestellt, die ihnen das Sonnenlicht nehmen. Verena darf nur Mitwochs und Freitags das Mousepad benutzen, damit es länger hält. Sie teilen sich ein Telefon aber wenigstens das Boot mit dem blauen Segel hat man Verena gelassen.
Nachmittags, kurz vor Feierabend werden die beiden dann mutig und surfen sich mit ihren Desktop PCs durch Blogland und genießen die Freiheit von Onlinejournalisten. Dann greift Holger auch mal in die Tasten und will auf Steichliste der wahren deutschen Bloggercharts.
Ich kann sie verstehen. Sie würden es mögen, wenn Journalisten Blogger sein könnten.
Ich hätte es wissen müssen. Ihr seid verdammt schnell. Ja, ich bin in Lübeck. Und mein Praktikumsblog ist das hier.
Da Schweizer Schoki nicht immer geht, musste es Lübecker Marzipan sein. Und keiner darf sagen, dass in der Provinz nicht der Bär tanzt. Denn mein Mentor ist der Holger Haase. Netter Typ.
So, jetzt kann ich es ja sagen. Die Sache mit dem Blogtausch war nur ein Vorwand. Der Weltherrscher hat keine Ahnung, dass ich sein Blog kapern musste, weil ich es dringend brauche. Jetzt wird er sicher drüben auf den Putz hauen und den großen Max markieren, aber genau genommen, hab ich ihn schamlos ausgenutzt. Soll ich es erklären? Ich weiß nicht, ob es viel Sinn macht, denn hierher verlaufen sich ja maximal vier Leute am Tag. (Sagt der Meister selbst.) Aber die haben auch ein Recht auf Erläuterung.
Ich habe mich für ein Online Praktikum beworben. Und die haben nach Referenzen gefragt. Dotcomtod und BooCompany kommen in solchen Fällen nicht gut an. Mein Blog ist ein wenig journalistenunfreundlich. Auch ein Nachteil, wenn man sich bei einer Zeitung bewirbt. Die haben zwar ein wenig wirsch dreingeschaut, als ich ihnen erklärte, ich hab ein Blog, dass dieweltistcheisse.de heisst. Aber alles ist offensichtlich besser als die BooCompany und sie haben mich tatsächlich genommen.
Was werde ich in diesen drei Tagen tun? Ich werde ein wenig von meinen Erfahrungen in der Redaktion berichten und von meinen Anstrengungen, mein Praktikumsziel zu erreichen. Wenn nämlich alles gut läuft, dann darf ich am Freitag meinen ersten Blogbeitrag für eine Zeitung schreiben. Ich bin schon ganz aufgeregt. Seit drei Tagen bin ich hier schon in der Stadt, von der ich bisher nur das Tor mit dem Biernamen kannte. Ist nett hier und wird sicher verdammt interessant, echten Journalisten (*pruuust*) mal bei der Arbeit über die Schulter zu schauen. Drückt mir mal die Daumen, dass keiner allzu schnell erkennt, was ich von Journalisten halte.
Für euch habe ich derweil die schöne Aufgabe, herauszubekommen, in welcher Stadt ich für welche Zeitung und für welches Blog in den nächsten drei Tagen arbeiten werde.
Soll sich der Weltherrscher ruhig austoben. Ich habe zu tun.