Kriegspoesie


6
Jul 09

Etwas mehr Strategie [Update]

Es ist Montag, der Tag nach dem Bundesparteitags-Disaster der Piratenpartei. Was mich übrigens nicht daran hindern wird, die Piratenpartei dennoch zu wählen. Im Moment sehe ich großes Potential in der Piratenpartei, langfristig Veränderungen in den Berliner Parteiensumpf zu bringen.

Vorab aber noch ein strategischer Hinweise auf die k-Parteien (klassische Parteien: CDU/CSU/SPD und die anderen):
Viele haben sich gewundert, ich auch, aber nur eine kurze Zeit, was da gerade in Berlin vor allem mit der SPD im Zusammehang mit “Zensursulagate” abging?
Wie konnte eine SPD da zustimmen?
Warum hat die SPD nicht ihren alten klassischen sozialen Weg (Stärkung der Bürger) verfolgt?
Und all die anderen Fragen…

Die CDU-Strategie:
Eigentlich eine recht einfache, aber durchaus wirksame Strategie wird in der CDU/CSU gefahren: Die SPD im Zusammenhang mit Zensusulagate vor die Wahl stellen, entweder mitziehen oder eben die geballte Springer-Hetze erleben. Das die Zensursulastrategie insgesamt ein Fass von Schäuble (und die dahinter stehenden Interessen, also deutlich mehr Kontrolle des Internets zum Wohle der Medienindustrie) ist, dürfte mittlerweile klar sein. Schäuble wurde vor Zensusulagate massiv auch und gerade im Internet angegriffen für seine Aussagen. Die CDU musste also handeln, sprich ihn aus dem “Politverkehr” ziehen. Da kam Zensursula gerade recht. Auch das Thema war perfekt, wer dagegen ist, ist für Kinderpornografie. Punkt. Das alte Bush-Lied.

SPD-Strategie:
Uuuuuhhhh was tun, was tun?
Die SPD, das sind alte Parteihaudegen, sind bzgl. strategischer Planung auch nicht ohne, denn was da gerade alles passiert, spielt der SPD insgesamt Bälle zu. Man muss bedenken, dass die SPD sich ihrer Lage sicherlich bewusst ist: Gegen die starke Medienkanzlerin Merkel (die von den ganzen konservativen Verlagen kritiklos hofiert wurde/wird, man muss sich nur die Mär ihres “Könnens” anschauen, was gerade in diesen Blättern propagiert wird) hat die SPD nichts, ausser eben etwas Strategie aufzubieten. Da kam Zensursulagate gerade recht.

Die aktuelle Lage ist ja nicht nur die “starke” Kanzlerin, sondern auch und vielmehr die erstarkende Linke. Die SPD ist diesbzgl. angreifbar geworden. Man hat es besonders gut hier in Hessen verfolgen können, wie die CDU das Verhältnis der SPD zur Linken zum Wahlkampfthema gemacht hatte: Wer SPD wählt, wählt auch die Linke! Die Forderungen der CDU waren ja nicht umsonst, dass die SPD klare Koalitionsaussagen bzgl. der Linken treffen sollte vor der Wahl.
Die SPD hat insgesamt ein Problem mit der Linken, denn die CDU wird weiterhin dieses “Ding” reiten. Es sei denn…

Gibt es da evtl. eine Absprache zwischen der CDU und der SPD: Wir (die SPD) unterstützen eure Zensursulafeuchtträume, ihr (die CDU) werdet das Thema SPD und Koalitionsaussagen bzgl. der Linken nicht mehr als Wahlkampfthema propagieren. Da sollten Journalisten mal nachhaken!

Weiterhin ist das Thema Zensursulagate dennoch auch günstig für die SPD, denn durch den vorhersehbaren Aufruhr im Internet werden viele potentielle Linke-Wähler doch die Piratenpartei wählen und so der Linken ein Stück vom Kuchen nehmen. Die Linke ist gerade übrigens nicht umsonst in der medialen Versenkung verschwunden. Das Thema “Zensursulagate” kann die Linke nicht anfassen. Egal wie sie dazu stehen würde, es wäre unklug, sich überhaupt dazu zu äussern. Also ist gemeinsames Schweigen angesagt. Die SPD schweigt natürlich nicht, sie ist ja längst Teil der Strategie geworden. Da verwundert es auch nicht, dass die SPD plötzlich Dinge der CDU unterstützt (Überhangmandate, die Zeit hat hier übrigens die übliche mediale Kinderstrategie aufgetischt. Die Zeit Journalisten sollten sich schämen, so viel Dummzeugs zu schreiben!) die ihr ja “eigentlich” schadet. In Wirklichkeit schadet es der SPD aber nicht, denn wir werden noch mehr “Merkwürdigkeiten” erleben. Ein Hauptziel der SPD wird sein, die Piratenpartei (und damit die potentielle Protestwählerschaft in Deutschland) zu stärken. Stärken bedeutet nämlich, im Sinne der SPD-Strategie, dass möglichst viele Wähler mobilisiert werden. Viele Wähler bedeutet für die SPD, dass die CDU insgesamt geschwächt wird.

Denn Fakt ist, dass die CDU vor allem von dem, ich nenn es mal Omawahlfaktor, profitiert. Die alten Omas und Opas gehen eben aus Tradition zur Wahl, während die angepissten (sehr viele junge Menschen) lieber zu Hause bleiben und gar nicht wählen (siehe Europawahl), d.h. wenn die SPD die junge Nichtwählerschaft in die Wahlkabinen bringt, nützt es der SPD und schadet der CDU. Übrigens unabhängig davon, was die junge Wählerschaft wählt (natürlich nur in Grenzen).
Mehr Wähler bedeutet eben, dass die Ergebnisse für die CDU angepasst werden, also im Verhältnis schlechter werden. Die SPD fährt gerade also eine Strategie der Wählermobilisierung. Da gehören dann eben auch fiese Themen auf die Tagesordnung, die uns Wähler nur noch mit dem Kopf schütteln lässt.

Die Konservativen, die wissen das sie von einer geringen Wahlbeteiligung profitieren, führen diesbzgl. übrigens gerade eine Gegenstrategie: potentielle Wähler durch Horrormeldungen abschrecken. Ich hab nicht umsonst einen offenen Brief an den Bundeswahlleiter hier im Blog geschrieben. Meiner Meinung nach ist das eine direkte Wahlbeeinflussung!

Halten wir fest: Im Moment ziehen CDU und SPD gemeinsam an einem Strang, indem sie jeweils für sich Vorteile aus dem Aufruhr im Web ziehen. Weiterhin können wir festhalten, ich hatte es schon geschrieben, dieser Wahlkampf wird der dreckigste in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland werden, denn auch die klassischen Medien sitzen dieses Mal deutlich mit im Boot: Der Springerfuzzi hat nicht umsonst Zwangsabgaben für die deutschen Verlage gefordert!
Da wird in ganz naher Zukunft noch viel mehr kommen.

Kommen wir zu den Piraten:
Die Piratenpartei ist massiv Unerfahren im großen Politstrategiepoker. Das konnte man besonders an diesem Wochenende bei ihrem Bundesparteitag erleben. Da wurde ein medialer Fehler nach dem anderen gemacht. Anstatt medienwirksam die Ziele neu zu strukturieren (das Urheberrecht war und ist ein massiver Angriffspunkt, siehe die Lobo-TV-Taktik) hat die Piratenpartei es nicht geschafft, ihre Kernkompetenz “Bürgerrecht” klar und nachvollziehbar ins Internet zu “schaufeln”. Vermutlich sind sich die Piraten nicht bewusst, dass ihre Wählerschaft hauptsächlich nur im Internet zu suchen ist? Da wurde weder Zeitnah Video und Audio ins Netzt gestellt, noch nachvollziehbare Reden usw. usf. ..
Die Piraten haben eine einzige Botschaft durch ihren Bundesparteitag ins Netz befördert: Wir sind die Bürokratiebürokraten!

Vermutlich sass das halbe potentielle Wählerinternet vor ihren Bildschirmen (Blogs scannen usw.) und haben auf Gründe gewartet, die sie in ihrer Entscheidung “Ja, ich wähle die Piraten, weil…” forcieren würden. Die Piraten haben null Infos diesbzgl. ins Netz transportiert. Sie haben sogar vermutlich viele Wähler durch ihren unsinnigsten Bürokratismus, den sie da offen zeigten, verschreckt. Wenn die Piraten wirklich gewählt werden möchten, haben sie in der kurzen Zeit bis zur Bundestagswahl noch einiges zu tun. Ich hoffe für die Piraten, sie sind sich dessen bewusst?
Natürlich werden viele dennoch die Piraten wählen, aber ob das wirklich reichen wird?
Wenn man das realistisch betrachtet: Nein, auf keinen Fall!
Denn jetzt werden nicht nur die TV-Lobos loslegen, jetzt kommen auch noch die ganzen Blog-Lobos (Den Link zu Fixmbr bitte rauskopieren und in einem neuen Tab öffnen, Fixmbr sin bekannt dafür, dass sie andere Blogger und seien es nur Links aus dem Blog in ihrer htacces-Datei blockieren) dazu. Die deutlichere Worte im Bezug auf die “Schwachstellen” finden werden.

Den Piraten wird jetzt nur eins helfen:
Klare Aufklärung im Bezug auf ihre Schwachstellen.
Ist Bodo Thiesen ein Rechter: Ja? Nein?
Wenn Ja: Parteiausschluss.
Wenn Nein: Klares Statement von ihm und nicht so ein wischiwaschi Scheissdreck, den er da im Wiki formuliert hatte.

Geht endlich auf eure Wählerschaft zu, sprich: Animiert endlich mehr Blogger, über euch zu schreiben. Redet mit den BloggerInnen, stellt euch für Interviews, Videos, Audios usw. usf. zur Verfügung. Und hört endlich auf, diese Forderungen mit “soviel Zeit haben wir ja gar nicht” zu negieren. Wenn ihr wirklich gewählt werden wollt und das nicht nur aus Spass an der Freud’ macht, dann agiert endlich. Ihr habt eine breite Zustimmung im Web die ihr jetzt aber auch ausbauen müsst. Die Einschläge durch und mit den klassischen Medien werden noch nahe genug kommen.
Ihr müsst endlich mit mehr Strategie dagegen vorgehen. Die anderen Parteien machen es ja auch!
Handelt!

[Update]
Ist gerade via Twitter verlinkt worden: Der Fall Thiesen


8
Feb 09

Dunkelheit

“Es ist 2:45 Uhr! Du solltest besser wach werden”, sagte eine Stimme leise aber dennoch weckerähnlich zu Larissa Nungton, die in ihrem Bett schlief. Das Zimmer war komplett verdunkelt, das Rollo bis auf den letzten Lichtschlitz geschlossen. “WERD JETZT WACH”, sagte die Stimme nun eindringlicher. Larissa Nungton schreckte auf, konnte aber, sie liebte die völlige Dunkelheit in ihrem Schlafzimmer, nichts sehen und wollte gerade zu ihrer Taschenlampe auf dem Nachttisch greifen, als sie eine männliche Stimme hörte:”Wenn du das Licht anmachst, muss ich dich leider auf der Stelle töten!”

“Was?! Wer ist da!”

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6
Feb 09

Spackioten

Mein neues Wort “Spackioten”. Die Mischung aus Spacken und Idioten passt wunderbar zu den ganzen “Spackioten” die Seiten im Internet betreiben und dort Dünnschiss zu Kohle machen wollen:”500 Tipps zu Twitter”, “Neunhundert Dünnschisssätze wie sie ihr Internetangebot zu Kohle machen können”,”Kaufen sie jetzt sofort und sie bekommen 50.000% Rabatt blablabla..”.

Welche Idioten kaufen eigentlich bei solchen Spackioten?
Unfssbr!

Also, merken: Spackioten!

Mein neues Wort. Beweis Google-Suche:

    spackioten

17
Jun 08

Goodbye Mr. Dubble U

Es war gar nicht lustig mit ihnen Mr. Dubble U. Aber Schön, dass sie sich endlich verziehen!
Sie haben uns alles beigebracht, was wir noch wissen mussten. Demokratie und natürlich Demokraten müssen sich ja immer wieder neu erfinden bzw. überprüfen. Danke! Wir wissen jetzt, was es bedeutet, wenn vermeindliche “Demokraten” die Demokratie von innen aushöhlen, ins lächerlich ziehen. Wie Angriffskriege inszeniert werden. Wie man moderne KZs Mediengerecht vorführt:”DIE? Ne DIE sind keine Kriegsgefangenen oder ähnliches, DIE sind gar nichts!”.
Ja ja, toller Schlachtplan Mr. Dubble U.
Wir Menschen, DemokratenInnen, BürgerInnen dachten nicht wirklich das dieser Tag X jemals eintreffen würde. Die Überraschung lähmte uns, wir wurden verwirrt, belogen, betrogen und hinters Licht geführt. Klar, 1:0 für sie und ihresgleichen.
Aber während sie und ihre Freunde sich in ihren Beutezügen suhlten, wuchsen wir und zwar im Internet.
Hier sind wir jetzt!

Nehmen sie das als mein Abschiedsgeschenk.
Mir scheint, für ihre Missetaten werden sie früher oder später noch bezahlen müssen.


30
Mai 08

Hitzewall

“Leider ist es viel zu warm, als nicht zu schiessen..”, hauchte Valery McBright ihrem Liebhaber beim Liebesspiel leise ins linke Ohr. “Jaaa..genau..mach weiter, dann “schiesse” ich gleich…hahaha..”, erwiederte dieser, rechnete aber nicht mit der geladenen 45er die Valery gekonnt unter dem Kopfkissen hervor holte, an seiner Schläfe ansetzte und “BUMM BUMM” zweimal aus nächster Nähe schoss. Der Kopf von Jack zerplatzte schon beim ersten Schuss in tausend blutige Einzelteile, der zweite war nur so eine Art “Es muss klappen”-Versicherung von Valery, immerhin musste dieser Auftrag erfolgreich über die Bühne gehen.

Valery, jetzt Blut -und Hirnüberströhmt, stieg ab von Jacks “Etwas”, schaute noch kurz nach, ob die Gerüchte stimmen würden, es stimmte, sie könnte jetzt noch weitermachen, wenn sie wollte, aber Valery war eine guterzogene fastschüchterne Schönheit vom Lande, sowas wollte sie nicht machen, statt dessen freute sie sich und lächelnd sagte sie:”Und ihr Männer lebt in ständiger Kastrationsangst, dabei ist euer Kopf der wunde Punkt!”

Sie huschte schnell unter die Dusche, zog dann ihr verführerisches rotes Kleid hastig an, entfernte ihre Fingerabdrücke mit Nagellackentferner von der 45er, legte sie auffällig neben den Exkopf von Jack und verschwand aus der Ex-Junggesellenwohnung. Draussen im Treppenhause wartete ihr Auftraggeber schon:”Und? Alles so gelaufen, wie geplant?”, fragte Josh Guritzicka, knapp über 40, Beamter und ebenso ein Mieter in dem Haus, wie der arme verschiedene Jack.
“Na klar, wenn ich einen Auftrag annehme, dann geht da immer alles so, wie es soll!”

Josh, sichtlich erleichtert:”Ja cool! Dann kann ich ja jetzt endlich die Wohnung von Jack übernehmen. War eh eine Sauerei, dass er diese Wohnung bekommen hatte, obwohl ich viel früher beim Vermieter nachfragte!”
“Valery, kaum interessiert:”So, ich bekomme noch 2500 Scheine, Alter! Und wenn du mal wieder irgendwo eine Wohnung haben willst, melde dich einfach wieder, du weißt ja, mein Leitspruch -Ist die Traumwohnung schon weg, puste ich den Mieter aus den Socken-!”

Valery, das Neumieterglück, macht diese Art Job schon 10 Jahre.
Ihr Lieblingsabschiedsspruch, wenn sie mal wieder einen “Neumieter” glücklich gemacht hat “Pass auf deine Eier auf, Alter!”, wollte ihr dieses mal nicht über die Lippen kommen, wusste sie doch schon etwas, was Josh noch nicht wissen konnte: Sie hatte einen neuen Auftraggeber bzw. Auftraggeberin, Mrs. Miller, sie wohnte auch in diesem Haus!

Josh, noch glücklich und froh, bedankte sich bei Valery und ging in seine Wohnung, er hatte eine Menge zu packen..


28
Apr 08

Endwar!

Ab heute befinde ich mich, einseitig, mit China im Krieg.
Warum?
Einfach so, wurde eh Zeit, dass mal jemand, in diesem Fall ich, China umzudrehen versucht!
Also, liebe Chinesen,

ihr könnt euch noch ergeben!
Später dann, ist es zu spät dafür.
Mein geheimes Kommando “China retten” ist schon in eurem Land. Meine Kugelstosserinnenbrigade hat im Moment noch die Funktion, euch, die guten Chinesen, zu retten. Wer sich retten lassen will, der kann zu jeder Zeit in Kontakt mit der KSB (Kugelstosserinnenbrigade) treten, die Parole lautet: Olympia!

So, für den ersten Tag “Endwar” reichts auch schon wieder.
Axso, ja, sollte die Welt zufällig untergehen in diesem Kampf, tja, pech gehabt!
War eine schöne Zeit mit dir Erde!


27
Apr 08

Krieg! Ich will Krieg!

Tja, vrdmmt, aber leider muss ich ab dem 28.April’08 China den Krieg erklären!
Vrdmmt! Das wird ‘ne harte Nummer!
Nackttwittern alleine reicht nicht mehr!
Ich brauche jetzt noch jede Menge Opfer, die sich für mich und in meinem Namen, dem sinnlosesten Krieg seit Hannibal, freiwillig in die Schlacht werfen möchten.
Ich verspreche feierlich: Jedes Opfer wird öffentlich und unter Anteilnahme meiner Gefühle, bedauert werden!

Krieg ist ein dreckiges Geschäft, aber leider muss ich zu diesen Mitteln greifen!
Vernunft mit der Stalinorgel einprügeln, tja, soweit haben mich, den Pazifisten, die Chinesen schon gebracht!


19
Sep 07

Auto der Zukunft

In der Nacht träumte ich vom Auto der Zukunft. Das wird echt stressig werden! Warum? Na, ich hab zufällig einen Teil des Traumes aufzeichnen können… Continue reading →


2
Sep 07

Krankenbahn

11:35 Uhr, die S-Bahn ist mal wieder fünf Minuten zu spät, also pünktlich wie immer! Ich steige ein, der S-Bahnfahrer poltert in sein Mikro:”Nächster Halt Geothestraße Ecke Potsdamer Platz, ich halte aber nur, wenn wie immer 2 Euro pro austeigendem Fahrgast hier vorne in meinen privaten Geldsammler eingeworfen werden. Korruption forever!”
Mir doch egal, ich muss da nicht austeigen, denke ich und such mir einen freien Platz, leider ist im vorderen Teil, im Gesundabteil, nichts mehr frei. Vrdmmt, jetzt muss ich wieder nach hinten, zu den ganzen kranken Gestalten, na hoffentlich stecke ich mich nicht an!… Continue reading →


15
Jul 07

Krambox

“Ja Chef, ich bin jetzt vor ihrer Wohnung. Ok! Ja, jaaaa, Vrdmmt! Ja!”, fauchte Lee Eaton in sein Handy. Heute war sein erster Arbeitstag als Geheimagent. Sein Chef Mr. Choi wusste genau, was Agenten an ihrem ersten Tag machen würden, nämlich schlafen, schlafen, schlafen. Die Grundausbildung war der reinste Horror für die jungen Rekruten. Sie mussten 16 Monate am Stück härtesten Drill und übelste Ausbildungsituationen über sich ergehen lassen. Überall auf der Welt mussten sie Übungsfälle lösen, innerhalb einer bestimmten Zeit. Der Druck war enorm. Wer seine Fälle nicht rechtzeitig lösen konnte, musste einen noch schwierigeren Fall übernehmen. Wurde auch der nicht innerhalb der Frist aufgelöst, war damit die Karriere zuende und der normale stinkende Militärjob war wieder angesagt. Da gab es dann kein Pardon oder gar einen dritten Versuch. Wer es nicht schaffte, der war eben nicht gut genug. Punkt!

Lee Eaton schaffte aber immer alles in neuen Bestzeiten.

Jetzt saß er eben hier vor diesem Haus, mitten im Irgendwo, hatte zuvor Larissa Nungtons Wohnung verwanzt, diese kleinen fast unsichtbaren Videoüberachungsfunklinsen angebracht, und sollte jetzt nur hier sitzen, beobachten und seinem Chef immer mal wieder Bericht erstatten. Doch Lee war sehr müde, die letzten Monate hatten ihn richtig ausgepowert… Continue reading →


6
Jul 07

Blutbild

“Bleib so!”, säuselte die junge liebliche Aphrodite Sumners ihrem nackten männlichen Model entgegen, während sie mit ihrem Pinsel die Proportionen auf die Leinwand zeichnete. Don Graham, das Model, kannte diese Arbeit gut, er hatte schon oft für Maler in einer bestimmten Position lange Zeit ausharren müssen. Zwar noch nie für Aphrodite, aber er versprach sich einiges von diesem Job, immerhin war sie der Star der Maler -und Bildhauerszene und Liebling der Pressekritiker. Aphrodite gewann etliche renommierte hochdotierte internationale Preise für ihre Aktzeichnungen, die immer unter der Kategorie “Blutbilder” aus -und vorgestellt wurden. Ihre Bilder waren nicht unter 150.000 Dollar zu bekommen. Aphrodites Stil war einzigartig. Das grotesk Szenische ihrer Aktzeichungen spiegelten den gesellschaftlichen Konflikt dieser Zeit wider.

“Du sollst so bleiben, hab ich doch gesagt!”, Aphrodite grummelte dieses mal deutlich ihrem Model die Anweisung an den Kopf. “Oh, sorry”, erwiederte Don. Dann ging Aphrodite zu ihm hin, deutete an, wie er seinen Körper zurechtbiegen sollte, dabei wendete er seinen Blick einen kurzen Moment von Aphrodite ab. Aphrodite grief in ihre Tasche, holte eine kleine Spritze mit einem medikamentösen Cocktailmix hervor, rammte ohne jegliche Verzögerung oder gar Angst die Nadel in seinen rechten Oberarm und drückte sofort den Spirtzenkolben nach unten, sie war geübt in solchen Dingen. Don schreckte kurz auf, konnte sich dann aber, aufgrund der Injektionsflüssigkeit, die sofort das zentrale Nervensystem angriff, nicht mehr bewegen.
“So, jetzt bringen wir dich erst mal richtig in Pose”, sagte Aphrodite mit einem lächeln auf den Lippen… Continue reading →


1
Jul 07

Ich habe sie nicht mehr alle

Es steht fest: Ich hab sie nicht mehr alle! Da sind ein paar Schrauben locker. Durchgeknallt. Kirre. Jeck. Komischer.
Warum? Kurzversion: Darum. Langversion: Anscheinend ist mein Hirn irgendwie abnormal, denn dieses vrdmmte Scheissdings denkt ständig. Man, was geht mir das auf’n Sack! So ein Schalter hinten am Nacken wäre schön: Denken oder Trotteln?
Einfach diese zwei Stellungen müsste man wählen können. Also z.b. bei der Arbeit dann “Trotteln” einstellen, so vergeht der Arbeitstag sicherlich schneller, zu Hause könnte man dann natürlich wieder zurück auf “Denken” drehen, vorausgesetzt man ist nicht verheiratet. Es gibt doch so viele Menschen da draussen, die auch ständig auf “Trotteln” stehen haben, ein Blick in die Politik gilt alle mal als Beweis für diese These. Ich aber, ne ne, ich mache mir sogar Gedanken, warum die ersten Toastscheiben immer etwas dunkler aus dem Toaster kommen. Die Lösung ist schlicht, aber dennoch, warum mache ich mir um meine Toastscheiben gedanken? Ich mein, die esse ich hinterher auf, vorher interessieren die mich eh nicht, später verschlinge ich sie, vielleicht mit Käse oder so belegt. Ach so, die Lösung… Continue reading →


27
Jun 07

Racheengel

“Kann ich anfangen?”, hörte man die sympathische Stimme von Thorn Brickhummer in einem sehr hellen großen und gekachelten Raum, irgendwo am Rande einer Metropole, fragen.

“NEIN! Vrdmmt nochmal NEIN! Was soll das hier überhaupt, wo bin ich hier..!”, antwortete ein gerade seiner Freiheit beraubter und äusserst verdutzt dreinschauender zufällig am falschen Ort gewesener Passant. “Jetzt stellen Sie sich doch nicht so an!”, erwiderte Thorn, der seinen Vornamen lieber ohne “N” aussprach.
“WAS?! Anstellen? Wovon reden sie denn vrdmmt! Heute ist Mittwoch, ich habe gleich einen Termin bei meinem Psychologen, kann ich jetzt gehen?”, fragte der jetzt sichtlich schockierte Gefangene. Denn Thorn holte einen respektabel aussehenden silberpolierten 15 Kilo Hammer aus einem Koffer, und fing mit leichten Dehnungsübungen seiner Arm -und Schultergelenke an. “Nein! Geehrter Herr! Für Sie ist heute Donnerstag!”, Thorns Stimme war jetzt nicht mehr so wohlklingend.
Mit einer gewalltigen Ausholbewegung positionierte Thorn den Hammer genau auf das linke Knie, der Gefangene, sein Name war Tim Caldwell, 45 Jahre alt, ledig, Programmierer in einer Softwareschmiede, ahnte wohl, was folgen würde. Doch noch bevor er irgend einen Laut von sich geben konnte, schlug Thorn zu. Das Blut bespritzte Thorns Gesicht, die Kacheln und die Liege, auf der Tim, gefesselt wie ein Bondage-Jünger, in Ohmacht viel.

Dann folgten noch ein paar weitere Schläge und Tim war ein Ex-Mensch und sah einem Auto, gerade aus der Presse kommend, sehr ähnlich, abgesehen vom Blut natürlich, das überall hin strömte… Continue reading →


26
Jun 07

Blutrausch

“Wenns qualmt, dann ists Gut!”, sagte Amor in Richtung der vor Angst erstarrten Silvia Davis, während er seinen 89er Fein-Flitzebogen spannte, den Pfeil justierte, zielte und schoss. Der Pfeil durchschlug, trotz der Nähe zum Opfer, die Brustplatte wie nichts, zermalmte das Herz und lugte anschliessend ein Stückchen wieder aus dem Rücken heraus. Das Herz-Blut, durch den massiven Aufprall, wirbelte durch die Luft, wie feiner Nebel, oder eben Rauch.

Amor “Wyatt” Hernandez, Exilkubaner, im Untergrund lebend und ein Blutrausch-Süchtiger-Massenmörder wäre zwar gerne ein echter Cowboy im wilden Westen geworden, doch ihm fehlte die Greencard und auch sonst alle Voraussetzungen, ein biederes Kleinstadtleben zu führen.

Amor wandelte trunken im Blutnebel umher, verwischte seinen Schweiss mit des herzens Sehnsüchten, trank noch einen Schluck aus der am Boden liegenden Silvia, dann ging er einfach weiter, immer weiter, bis das nächste Opfer kommen würde.

Sein Blutrausch war unstillbar!… Continue reading →


7
Mai 07

Schau nicht in den Spiegel! 9

In der Realität… Continue reading →